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	<title>Die Erde ist rund, und ein Leben hat ungefähr 90 Jahre.</title>
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	<description>Eine persönliche, subjektive Erfahrungsbeschreibung gewisser Weltenwanderungen</description>
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		<title>(Sch)Lachtfest</title>
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		<pubDate>Mon, 07 Nov 2011 22:31:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>bloodmandarin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[Wenn man Ereignisse am wenigsten erwartet, entpuppen sie sich als größte Geschenke. War ich eigentlich nach Bursa gekommen, um mit einer Freundin aus Göttingen über die Bayram-Ferien die Stadt zu erkunden, war die Enttäuschung enorm, als sie mir eröffnete, dass sie kurzfristig von einem Freund zu den Feierlichkeiten eingeladen worden war, und jener mich aufgrund [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=bloodmandarin.wordpress.com&amp;blog=3785942&amp;post=520&amp;subd=bloodmandarin&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn man Ereignisse am wenigsten erwartet, entpuppen sie sich als größte Geschenke. War ich eigentlich nach Bursa gekommen, um mit einer Freundin aus Göttingen über die Bayram-Ferien die Stadt zu erkunden, war die Enttäuschung enorm, als sie mir eröffnete, dass sie kurzfristig von einem Freund zu den Feierlichkeiten eingeladen worden war, und jener mich aufgrund von fehlenden Kenntnissen voneinander, nicht bedacht hatte. So war ich also plötzlich auf mich allein gestellt und die Reisegefährtin &#8211; good for her  &#8211; entführt.</p>
<p>Also tappte ich betroffen in mein kurzerhand gefundenes Hotel und stellte mich auf ereignisfreie Tage und Feiertagsdepressionen ein. Doch es kam anders. Im Hotel angelangt, kam ich mit dem Besitzer und einem Gast ins Gespräch und wir endeten im Hinterzimmer bei Tee (und Zigaretten) und tauschten uns aus soweit das trotz Sprachbarriere ging. Später kam auch noch der Geschäftspartner des Besitzer hinzu. Ich kam im Gespräch auch auf die unglückliche Reisekonstellation zu sprechen und war mir ihrer Anteilnahme gewiss. Dies ist entscheidend für die folgenden Geschehnisse.</p>
<p><a href="http://bloodmandarin.files.wordpress.com/2011/11/img_0932.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-522" title="IMG_0932" src="http://bloodmandarin.files.wordpress.com/2011/11/img_0932.jpg?w=300&#038;h=224" alt="" width="300" height="224" /></a></p>
<p>Nach geführter Konversation und erfüllenden Gesprächen, begab ich mich in mein Gemach und ruhte. Am nächsten Morgen ging ich zur Rezeption, um zu erfragen, welche Sehenswürdigkeiten denn auch in geschlossenem &#8222;feierlichen&#8220; Zustand verfügbar wären, woraufhin mich besagter Hotelbesitzer wie aus dem Nichts fragte, ob ich denn nicht lieber mit ihm und seiner Familie Bayram feiern wolle&#8230; Und welcher Abentœurist lässt sich das zweimal sagen?</p>
<p style="text-align:center;"><em>Die Schilderung der folgenden Geschehnisse und deren Deutung erhebt keinerlei Anspruch auf Allgemeingültigkeit oder Vollständigkeit</em></p>
<p>Unsere erste Station war ein stallähnliches Gebäude, in welchem wir ein Paar Familienmitglieder begrüßten, die an dem Fleisch der geschlachteten Inek (Rind) herumsäbelten und es in transportierbarere Stücke portionierten. Wir nahmen einen Teil davon mit und fuhren zu dem Grundstück eines Baumaterialhandels von einem der Mitglieder der (womöglich 50-köpfigen) Familie, wo die Ausbeute des Fests geteilt werden sollte. Es wurden also Plastikplanen auf dem Boden ausgebreitet, auf welchen das Fleisch nach Güte und Verarbeitbarkeit sortiert wurde, also Knochen, Knochenfleisch, Filetfleisch, Herz, Leber und so weiter&#8230;</p>
<p><a href="http://bloodmandarin.files.wordpress.com/2011/11/101_5116.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-525" title="101_5116" src="http://bloodmandarin.files.wordpress.com/2011/11/101_5116.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a></p>
<p>Schlussendlich wurden diese Berge jeweils wieder aufgeteilt, um den sieben Familien jeweils ebenbürtige Portionen zuzudenken&#8230; Dieser Prozess hatte etwas sehr zeremonielles, da das (so mein Eindruck &#8211; Mag auch mein interpretationshungriges Naturell sein, was mich täuschte) Familienoberhaupt vor dem Fleischberg kniete und mit einer blauen, tiefen Plastikschale zu gleiche Teilen Fleisch häufte. Und bei ursprünglichen 350 Kilo Fleisch wie man mir sagte, kommt einiges zusammen. Den Vegetariern unter euch, wird das alles wie eine Unmenschlichkeit (welche ironische Bezeichnung&#8230;) vorkommen und makaber oder blutrünstig sein, aber der geringe &#8222;Verschnitt&#8220;, also Abfall, der aus diesem Prozess übrig blieb, vermittelte mir einen gegensätzlichen Eindruck. Vielmehr schienen sich die Männer eher des Werts des Fleischs bewusst zu werden, waren viel näher an der &#8222;Seele&#8220; des Tiers, wirkten besonnener&#8230; (Pathos juchhee!)</p>
<p><a href="http://bloodmandarin.files.wordpress.com/2011/11/101_5117.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-526" title="101_5117" src="http://bloodmandarin.files.wordpress.com/2011/11/101_5117.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a></p>
<p>Doch nun kommt der Clou, ein weiterer Hochmoment. Als die Fleischberge getrennt, sortiert, und eingetütet waren, schmiss man einen kleinen Zettel in jede der Tüten mit den Namen eines jeden Familienvaters. Es wurde gelost. Die Fairness bei der Trennprozedur war gewährleistet. Man räumte auf und jeder stolze Besitzer eines Vorrats für 2-3 Monate dampfte gen Heim. Man fragt sich in jenem Moment, warum denn nicht alle gemeinsam feiern, ist doch die Menge ausreichend&#8230; Diese Frage erübrigt sich, wenn zu Hause mindestens im Schnitt 6 hungrige Mäuler warten&#8230; So ist die Geburtenrate -zumindest in dieser Familie- generationsübergreifend und trotz Modernisierung bei 4,6&#8230;</p>
<p>Ahmed, Hotelier i.D., führte mich also in den Kreise seiner Lieben, in welchem sofort wieder der ewige, türkische, subgesellschaftliche Kontrast auffiel: Kemalismus gegen Islam, Tradition gegen Moderne, Kopftuch gegen Haarpracht. Während die eine Tochter ihre Haare unter einem tiefblauen Kopftuch gründlich verbarg, einen wallenden blauen Rock und Strumpfhose trug, sowie sich bei Fotos abwendete; trug die andere Tochter ihre glänzenden, schwarzen Haare mit einem gewissen Stolz zur Schau.</p>
<p><a href="http://bloodmandarin.files.wordpress.com/2011/11/101_5134.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-530" title="101_5134" src="http://bloodmandarin.files.wordpress.com/2011/11/101_5134.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a></p>
<p>Allein die Mutter schien zwischen den beiden Polen zu mäandern. Zwar trug sie ein Kopftuch, doch ihr Umgang damit war eher lax, sodass sie es vor meinen Augen neu band, in der Küche „hochsteckte“ und auch sonst nicht der grade der Vorstellung einer hörigen Hausfrau entsprach, bezog man ihre gehörige Portion Humor mit in die Gleichung ein.</p>
<p>Die ältere, bekopftuchte Tochter, namens Fatima (unglücklicher Zufall?) servierte ihrem Vater, Bruder und mir zuallererst einen Tee und sprang beim letzten Tropfen Tee, der die Gläser verließ, stets auf, um das nächste Glas zu bringen. Diese Bedienung war äußerst befremdlich für mich, aber erinnerte mich ein wenig an Mexiko. Aber der Vater schien davon gerne Gebrauch zu machen, schickte er sie gelegentlich auch, um bestimmte Dinge zu holen. Somit zeigte sich wieder eine gewisse Doppelmoral. Hatte er doch am Abend zuvor im Einklang mit mir und seinen Hotelfreunden auf allgemeine Ungleichberechtigung von Völkern, Religionen und Nationalitäten, auf Ehrlosigkeit und Diskriminierung geflucht, war er nun – in der Position des Nutznießers – nicht ganz unglücklich darüber.</p>
<p>Die nächste Beobachtung trug sich beim nächsten Mahl zu. Frauen und Männer wurden strikt getrennt und aßen ohne einander. Erst kam mir auch das unangenehm und seltsam vor, doch ich muss zu meiner Scham – als horizont-aller Weltenbürger – eingestehen, dass ich das angenehm fand, weil ich „essen“ meist als eine eher unappetitliche, unästhetische Angelegenheit empfinde. Die Frauen der Familie behielten so eine unbekannte Reinheit. Ich will damit nicht sagen, dass Reinheit und Unberührtheit in irgendeiner Weise eine Priorität des weiblichen Daseins darstellen müsse (Beruhigt euch, Emanzen, ich bin noch kein verstauber Traditionalist!), sondern nur, dass ich es als einhergehendes Detail angenehm fand. Es hat mich ein wenig an den Film „Gegen die Wand“ erinnert, in welchem sich die Männer bei Tee und Spiel über Sex unterhalten, und bei Gefahr im Verzug zu Fussball wechseln; während die Frauen sich über Cunnilingus austauschen, und als Notfallthema Schuhe bereithalten. (Die Parallele ist nur die Konstellation, nicht die Thematik)</p>
<p><a href="http://bloodmandarin.files.wordpress.com/2011/11/101_5137.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-531" title="101_5137" src="http://bloodmandarin.files.wordpress.com/2011/11/101_5137.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a></p>
<p>Im Laufe des Tages schneiten ca 20 weitere Gäste in die Familienhöhle, um zu beglückwünschen. Und jene, die nicht persönlich kamen, riefen an. Fast ununterbrochen, also alle 15 Minuten, gab es neue Anrufe. Diese Tradition hat mich sehr beeindruckt, denn in ihrer Intention ist sie sehr viel konsequenter als das bloße ((E-)Brief- und) Sms-Schreiben, das sich in Deutschland (imho) eingependelt hat.</p>
<p>Eine mit den Besuchen zusammenhängende Gewohnheit ist das Anbieten von Kolonya (=limoniertes Handwasser) und Süßem. Jeder, der die Wohnung betritt, kann sich also von dem Dreck der Straße säubern, und bei einer süßen Aufmerksamkeit ankommen. Alle Gäste – unter Vorbehalt – die so begrüßt werden, geben ihrerseits den Kindern der gastgebenden Familie ein wenig Geld, umgerechnet 3 Euro. Dabei ist interessant, dass der älteste Sprößling der Familie keine finanzielle Aufmerksamkeit erhält.<br />
Darüber hinaus werden alle älteren Mitglieder der Familie mit einem Handkuss und anschließendem Hand-zur-Stirn-Führen geehrt.</p>
<p>Begrüßungs- und Abschiedsgesten sind nach wie vor ein totales Mysterium für mich. Bei einer anderen Familie, der Familie des verstorbenen Bruders meines Gastgebers, im selben Haus wohnend, zum Plausch eingeladen, wollte ich mich nach pflichtbewusster Konversation bei der Dame des Hauses bedanken und verabschieden und war verunsichert, als sie sich weder dem Handkuss noch dem gewöhnlichen „Doppelwangenkuss“, noch einem Handschütteln öffnete. Ihr Sohn versuchte mir anschließend, falls ich ihn richtig verstanden haben sollte, zu erklären, dass an Bayram Frauen die Männer nicht berühren, weil diese ja die blutige Schlachtarbeit verrichtet haben.<br />
Aber auch sonst finde ich es ausgesprochen schwierig einschätzen zu können, wen ich nun gut genug kenne, um den vertrauensschwangeren „Kussprozess“ zu vollziehen. Diese Problematik ergibt sich auch nicht nur in traditionellem Rahmen, sondern im Alltag in der Uni. Während in Deutschland Männer ihre geistige Nähe selten körperlich manifestieren, ist man in der Türkei unter männlichen Freunden (kanka) sehr <em>touchy. </em>So kann es passieren, dass man Männer eingehakt über die Istiklal flanieren sieht.<br />
Aber was heisst das für mich? Wann begrüße ich welche Männer, oder auch Frauen, unter welchen Umständen wie? Es ergeben sich prekäre Situationen. So wollte mich die jüngste Tochter der Familie zur Begrüßung auf die Wangen küssen, nachdem ich ihr die Hand gegeben hatte, ich habe nicht schnell genug geschaltet, sie zog das Gesicht zurück, dann verstand ich, näherte mich ihr wieder um warten zu müssen, bis sie verstand, dass ich nun doch bereit war, sie zu küssen, und so hatte der Bewegungsablauf etwas Zuckendes, Hühnerähnliches… Ein Komplex voller Fettnäpfchen für einen anpassungswilligen, aber Kühle gewohnten Deutschen.<br />
(Ganz zu schweigen davon, dass ich das Wort „Küssen“ jedesmal wieder irritierend finde, da im deutschen Sprachgebrauch „Küssen“ von ausschließlich mit „Liebe“ oder „Sexualität“ assoziiert wird. Dementsprechend wäre ich über Vorschläge für die Bezeichnung der türkischen Gepflogenheit des Wangendoppelküssens als Verb dankbar..)</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/bloodmandarin.wordpress.com/520/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/bloodmandarin.wordpress.com/520/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/bloodmandarin.wordpress.com/520/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/bloodmandarin.wordpress.com/520/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/bloodmandarin.wordpress.com/520/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/bloodmandarin.wordpress.com/520/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/bloodmandarin.wordpress.com/520/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/bloodmandarin.wordpress.com/520/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/bloodmandarin.wordpress.com/520/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/bloodmandarin.wordpress.com/520/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/bloodmandarin.wordpress.com/520/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/bloodmandarin.wordpress.com/520/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/bloodmandarin.wordpress.com/520/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/bloodmandarin.wordpress.com/520/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=bloodmandarin.wordpress.com&amp;blog=3785942&amp;post=520&amp;subd=bloodmandarin&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Neue Schritte in einem alten Zuhause</title>
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		<pubDate>Thu, 06 Oct 2011 10:09:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>bloodmandarin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich bin zurück. Es ist offiziell! Bis vor kurzem habe ich es noch nicht wirklich realisiert, aber ich bin wirklich in der Türkei angekommen. Nach 10 Jahr bin ich nun zurückgekehrt. Und in der Tat fühlt es sich an wie ein Nachhausekommen. Der erste Gang über die Istiklal, die de facto Fußgängerzone in Istanbuls Zentrum [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=bloodmandarin.wordpress.com&amp;blog=3785942&amp;post=517&amp;subd=bloodmandarin&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich bin zurück. Es ist offiziell! Bis vor kurzem habe ich es noch nicht wirklich realisiert, aber ich bin wirklich in der Türkei angekommen. Nach 10 Jahr bin ich nun zurückgekehrt. Und in der Tat fühlt es sich an wie ein Nachhausekommen. Der erste Gang über die Istiklal, die de facto Fußgängerzone in Istanbuls Zentrum war magisch. Gerüche, Geräusche, Gefühle. Alles war gewohnt… Und Erinnerungen stürzten auf mich ein, die eine Gänsehaut unvermeidbar machten. Und dann die Sprache. Es ist schön sich wieder in der meiner Meinung nach logischsten Sprache schlechthin zu bewegen. Und es erfüllt mich mit Genugtuung, dass gewisse Ausdrücke, Sätze und Gespräche nach wie vor ungehindert über meine Lippen gehen. Das führt in einigen Momenten zu großem Respekt. Leider gibt’s es oftmals Menschen, die lieber Englisch sprechen wollen. Das mag dreierlei Gründe haben: Entweder sie vergessen, dass ich des Türkischen „mächtig“ bin, sie wollen mir einen Gefallen tun und sprechen deshalb Englisch, oder sie trauen es mir nicht zu. Immerhin habe ich die Bewunderung meiner MitErasmusser.</p>
<p>Es ist interessant nun einmal die andere Seite kennenzulernen. War ich in Magdeburg doch gewohnt mich mit ausländischen Studenten zu umgeben, erfahre ich nun die Kehrseite. Und es ist anders, als ein ausländischer Freiwilliger zu sein. Ohne Frage.</p>
<p>Bisher habe ich noch nicht besonders viel von der Stadt gesehen, aber das kommt hoffentlich noch. Es ist nicht einfach an dieser Uni Prioritäten zu setzen. Sport oder Musik? Türkische oder Erasmus-Freunde? Stadtleben oder Campusleben? Uni Magdeburg Verpflichtungen oder Uni Istanbul Verpflichtungen? Insbesondere da ich nicht vorhabe diesen Aufenthalt als Möglichkeit für einen speziellen Urlaub wahrzunehmen, sondern die Möglichkeiten der qualitativ hochwertigeren Lehre und des speziellen Studienangebots wahrzunehmen. Aber die Anforderungen sind dementsprechend höher.</p>
<p>Der Campus hat alles. Nach US-amerikanischen Modell wie mir scheint, gibt es ein Kino, 3 Cafes, ein Restaurant, einen See, ein Fitnesscenter mit Tischtennis-, Squash-, Basketball- und Handballmöglichkeiten, ein Fussballfeld, einen Supermarkt, eine Bank, einen Friseur, ein Callcenter, eine Mensa und einen Shuttledienst. Letzteres ist bei 1 ½ h Weg in die dynamischeren Gebiete der Stadt auch nötig. (Und in manchen Bussen, wie der in dem ich grad sitze, gibt’s Wifi…)</p>
<p>Ich wohne mit einem Spanier zusammen in einem Zimmer mit Hochbett-Schreibtischkonstruktionen. Somit haben wir die gleiche Menge als Arbeits- wie auch als Schlaffläche, also ca 1 mal 2 Meter, was für ein Bett wenig, aber für einen Schreibtisch enorm ist.</p>
<p>Nun kommt heute aber das nächste Abenteuer. Odyssee türkische Bürokratie Teil 2. Auf zur Central Police Station. Mal sehen, ob ich meine Aufenthaltsgenehmigung erhalte… <img src='http://s0.wp.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/bloodmandarin.wordpress.com/517/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/bloodmandarin.wordpress.com/517/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/bloodmandarin.wordpress.com/517/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/bloodmandarin.wordpress.com/517/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/bloodmandarin.wordpress.com/517/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/bloodmandarin.wordpress.com/517/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/bloodmandarin.wordpress.com/517/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/bloodmandarin.wordpress.com/517/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/bloodmandarin.wordpress.com/517/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/bloodmandarin.wordpress.com/517/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/bloodmandarin.wordpress.com/517/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/bloodmandarin.wordpress.com/517/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/bloodmandarin.wordpress.com/517/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/bloodmandarin.wordpress.com/517/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=bloodmandarin.wordpress.com&amp;blog=3785942&amp;post=517&amp;subd=bloodmandarin&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Rumänien</title>
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		<pubDate>Thu, 22 Sep 2011 12:17:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>bloodmandarin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[Da es mich nervt, nach wie vor immer nur in der Vergangeheit zu schreiben, versuche ich meine Einträge zu verkürzen. Rumänien war eine spannende Zeit für mich. Es war sehr kurz und umso intensiver. 10 Tage jeden Tag ein kleines Abenteur. Es war interessant zu sehen, wie die ungarische und deutsche Minderheit in Rumänien existiert [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=bloodmandarin.wordpress.com&amp;blog=3785942&amp;post=514&amp;subd=bloodmandarin&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Da es mich nervt, nach wie vor immer nur in der Vergangeheit zu schreiben, versuche ich meine Einträge zu verkürzen.</p>
<p>Rumänien war eine spannende Zeit für mich. Es war sehr kurz und umso intensiver. 10 Tage jeden Tag ein kleines Abenteur. Es war interessant zu sehen, wie die ungarische und deutsche Minderheit in Rumänien existiert und ein Teil von ihm ist, und irgendwie doch völlig rauszunehmen ist. Ungarn gehen in ihre eigenen Bars, eigene Theater, haben eigene Hobbies, und eigene Fotos. Es ist nicht so, dass sich die beiden Völker missachten und nicht respektieren, aber man geht sich höflich aus dem Weg. Und die Frage, wessen rechtmäßiges Erbe Siebenbürgen nun ist, bleibt umstritten. Darüber habe ich auch mit Malwina, die ich in Bukarest besucht habe, viel diskutiert. Was ist denn nun die Lösung? Zusammenwachsen der Völker? Schwierig, wenn sie sich so wenig natürlich begegnen können. Rückschluss Siebenbürgens an Ungarn? Das wäre nur möglich, wenn sich die ungarischen Rumänen wirklich als ungarische Ungarn empfinden würde, wovon nicht die Rede sein kann. Außerdem wäre noch nicht klar, wohin man die Rumänen Rumäniens schickt. In den Westen? Eine Autonomie Siebenbürgens? Das klingt für mich immer noch am plausibelsten, aber auch dann müssten sich die rumänischen Siebenbürgen des besonderen Statús ihrer Region bewusst werden, und als Identität die siebenbürgische wählen, wie das größtenteils die Ungarn tun.Letztendlich bin ich ja ohnehin nicht besonders legitimiert dies zu entschieden, bin ich doch ein Außenstehender. Dennoch, in festgefahrenen Konflikten braucht man meist einen Vermittler. Doch der bin nicht ich&#8230;</p>
<p>Die siebenbürgischen Städte haben mir gut gefallen. Sie wurden zumeist von der siebenbürgische-sächsischen Minderheit entworfen und gebaut. So haben sie einen mittelalterlichen Flair, mit kleinen Gassen und ausladenden Plätzen. Ihr Markenzeichen, die Kirchenburgen waren sehr hübsch anzusehen. Besonders inmitten der hügeligen Wiesen Rumäniens, die ich auch im Auto sitzend, sie durchbrausend, genießen konnte.</p>
<p>Wenn Riga eine Mischung aus Russland und Europa für mich war. Vom Gefühl und dem Anblick der Menschen, so hat mich Bukarest an eine Mischung aus Türkei und Europa erinnert.</p>
<p>Und Ungarisch ist zweifelsohne eine der schwersten Sprachen der Erde. Da hat <a href="www.how-to-learn-any-language.com"><em>Any language.com</em></a> vollkommen Recht.</p>
<p>Nächstes Mal: Die ersten Eindrücke Istanbuls&#8230;</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/bloodmandarin.wordpress.com/514/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/bloodmandarin.wordpress.com/514/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/bloodmandarin.wordpress.com/514/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/bloodmandarin.wordpress.com/514/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/bloodmandarin.wordpress.com/514/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/bloodmandarin.wordpress.com/514/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/bloodmandarin.wordpress.com/514/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/bloodmandarin.wordpress.com/514/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/bloodmandarin.wordpress.com/514/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/bloodmandarin.wordpress.com/514/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/bloodmandarin.wordpress.com/514/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/bloodmandarin.wordpress.com/514/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/bloodmandarin.wordpress.com/514/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/bloodmandarin.wordpress.com/514/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=bloodmandarin.wordpress.com&amp;blog=3785942&amp;post=514&amp;subd=bloodmandarin&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Riga-Flieger</title>
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		<pubDate>Tue, 20 Sep 2011 13:55:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>bloodmandarin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[09. September 2011 Bevor über meine jetzigen Abenteuer berichte, möchte ich doch noch ein Paar Worte über Riga und den dortigen Sprachkurs verlieren. Ich habe ja bereits geschrieben, dass es möglicherweise eine unkluge Reihenfolge ist, den Russischkurs vor dem Türkei-Auslandssemester anzutreten, aber besser ein guter Russischkurs als kein Kurs. Nun, der Kurs war in der [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=bloodmandarin.wordpress.com&amp;blog=3785942&amp;post=511&amp;subd=bloodmandarin&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>09. September 2011</p>
<p>Bevor über meine jetzigen Abenteuer berichte, möchte ich doch noch ein Paar Worte über Riga und den dortigen Sprachkurs verlieren. Ich habe ja bereits geschrieben, dass es möglicherweise eine unkluge Reihenfolge ist, den Russischkurs vor dem Türkei-Auslandssemester anzutreten, aber besser ein guter Russischkurs als kein Kurs. Nun, der Kurs war in der Tat großartig.</p>
<p>Die Lehrerin hatte ein bemerkenswertes Gefühl für die Stimmung und Aufnahmebereitschaft ihrer/unserer Gruppe. Glücklicherweise waren wir nur 6 Leute, zudem alle aus Magdeburg, sodass die Lernatmosphäre angenehm und produktiv war. Und endlich, endlich hatten wir auch ein gutes Lehrmaterial. Ein Buch, in dem die grammatischen Strukturen kurz eingeführt werden und Beispieltexte zur Verfügung stehen, und eines, in dem Aufgaben zu den jeweiligen Kapiteln gestellt werden. So gibt es eine klare Aufteilung und stets ist einem bewusst, wo man weiterzuarbeiten hat und weshalb man welche Aufgabe erledigt. Anders als in unserem Magdeburger Buch, das sich nach Lexik gliedert, ist dieses nach Grammatik strukturiert. Wir haben alle Fälle innerhalb der 3 Wochen abgehandelt, weshalb ich nun in der Theorie grammatikalisch zu allem in der Lage sein müsste. An der Flüssigkeit hapert’s natürlich noch und auch die konsequente Korrektheit des gesprochenen Worts fehlt ebenso, aber zumindest ist die Sprache kein Fremdkörper mehr, auch da ich mich in ihr außerhalb des Unterrichts unterhalten habe.</p>
<p>Diese Unterhaltungen waren hauptsächlich mit dem Hostel-Personal unseres <em>wunderbaren</em> Hostels „Tiger Hostel“. Sämtliche Dekorationen und Gebrauchsgegenstände in Tiger-Optik machte es seinem Namen alle Ehre, war aber doch auch sehr befremdlich. Die Betten waren ausgesprochen unbequem, da man die Bettfedern jede Nacht zu spüren bekam, also Menschen mit empfindlichen Rückpartien, sollten vielleicht doch eine Alternative in Erwägung ziehen. Und auch der Rest sollte sich über seine Fakir-Qualitäten bewusst werden, da 13 Nächte schon eine Tortur werden können. Wir haben also zu sechs Personen, in diesem Zimmer gewohnt, was manches Mal wirklich eng war, aber ich denke wir haben uns alle ganz gut arrangiert. Inakzeptabel war hingegen die Ausstattung der Küche, der wir persönlich eine Kochplatte hinzufügen mussten, da kein Herd in der Küche war. Durch diese Ausstattung bereichert, wurden aber dann mehrere wunderbare Mahlzeiten gezaubert. Nicht von mir, da meine Kochkünste eher bescheidenen Ausmaßes sind, aber die anderen der Gruppe vollendeten Dinge wie Couscoussalat, Pfifferlingsrisotto, Zuccinicurry, gefüllte Tortillas, u.v.m.</p>
<p>Was lässt sich über die Stadt Riga sagen? Riga ist eine Stadt, die durch die Geschichte geprägt ist. Durch die Besetzung des Landes und somit auch der Hauptstadt durch die sowjetischen Besatzer, finden sich in deren Zentrum mehrere sozialistische Bauten.</p>
<p>Und nicht nur auf die Archiketur hatte die Besetzung Auswirkungen, sondern auch auf die Demographie. Durch Umsiedlungsbestrebungen wurde Letten deportiert und Russen in Riga angesiedelt. So waren zeitweise 49% der Rigaer Bevölkerung russischer Abstammung. Noch immer ist die russischstämmige Minderheit sehr präsent. Lettisch und Russisch sind – wenn auch nicht auf dem Papier – so doch inoffiziell gleichwertig. Auch wenn das Stadtbild vorwiegend von lettischen Lettern geprägt ist, so findet man doch in den meisten Speisekarten drei Sprachen. Und man kann sich quasi sicher sein, dass alle Letten auch Russisch sprechen. Dennoch ist die parallele Existenz durch Merkmale wie Subkulturen beispielsweise rein russischsprachige Viertel nicht von der Hand zu weisen. Es ist also ein ausgesprochen heikles Thema.</p>
<p>Aufregendstes Erlebnis des Aufenthalts war der Besuch einer russischen Familie, die mit der Familie einer unserer Mitfahrerinnen, bekannt war. Sie hatten vorher in Emailkontakt gestanden und uns allesamt eingeladen. Die Geschwister Vladimir und Marina leben in einem kleinen Strandort nicht weit von Riga, namens Jurmala. Es war sehr bereichernd, nicht nur Beobachter zu sein, sondern aus erster Hand erfahren zu können, wie das Leben zwischen den Identitäten und Kulturen stattfindet. Sie haben gesagt, dass sie sich eindeutig in Lettland zuhause fühlen, aber ihre russischen Wurzeln natürlich nicht vergessen haben, was sich in Gewohnheiten, Haltungen und Denkweisen ausdrücken würde.</p>
<p>Die Thematik ist und bleibt spannend für mich. Ob nun Mexikaner in den USA, Türken in Deutschland, Deutsche und Ungarn in Rumänien oder Russen in Lettland? Wer trägt welche Verantwortung und an welcher Stelle muss (mehr) Rücksicht genommen werden? Wie kann man Integration ohne Assimilation schaffen?</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/bloodmandarin.wordpress.com/511/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/bloodmandarin.wordpress.com/511/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/bloodmandarin.wordpress.com/511/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/bloodmandarin.wordpress.com/511/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/bloodmandarin.wordpress.com/511/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/bloodmandarin.wordpress.com/511/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/bloodmandarin.wordpress.com/511/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/bloodmandarin.wordpress.com/511/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/bloodmandarin.wordpress.com/511/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/bloodmandarin.wordpress.com/511/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/bloodmandarin.wordpress.com/511/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/bloodmandarin.wordpress.com/511/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/bloodmandarin.wordpress.com/511/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/bloodmandarin.wordpress.com/511/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=bloodmandarin.wordpress.com&amp;blog=3785942&amp;post=511&amp;subd=bloodmandarin&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Auf, auf&#8230;</title>
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		<pubDate>Sun, 07 Aug 2011 14:04:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>bloodmandarin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[Sehr geehrte Damen und Herren! Hiermit wiedereröffne ich feierlich meinen Blog! Da nun jedoch der Titel &#8222;Jönix en Mexico&#8220; nicht mehr ganz aktuell ist, habe ich ihm einen neuen Titel verliehen. Lasst mich erklären, wie es dazu kommt. Es stehen spannende Monate bevor. Heute morgen bin ich nach mühsamer Eincheck-Prozedur am Bremer RyanAir-Gate mit Umpackaktionen [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=bloodmandarin.wordpress.com&amp;blog=3785942&amp;post=508&amp;subd=bloodmandarin&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Sehr geehrte Damen und Herren!</p>
<p>Hiermit wiedereröffne ich feierlich meinen Blog! Da nun jedoch der Titel &#8222;Jönix en Mexico&#8220; nicht mehr ganz aktuell ist, habe ich ihm einen neuen Titel verliehen. Lasst mich erklären, wie es dazu kommt. Es stehen spannende Monate bevor.</p>
<p>Heute morgen bin ich nach mühsamer Eincheck-Prozedur am Bremer RyanAir-Gate mit Umpackaktionen sondergleichen, Richtung Lettland gestartet. Die folgenden drei Wochen werde ich nun, begleitet von jenen Kommilitonen, die in Russland ihr Auslandssemester verbringen, einen Russischkurs genießen. Allein dies würde eine Fortsetzung des Blogs legitmieren. Doch berücksichtigt man die Tatsache, dass ich bereits vor ca einem Jahr in Moskau einen gleichartigen Sprachkurs besuchte, sollte der aufmerksame Leser sich nun fragen, warum erst jetzt die Wiederaufnahme vollzogen wird. Es muss noch einen weiteren Impuls geben, der in diesen -lang  ausstehenden Schritt- resultiert. Dem ist auch so.</p>
<p>Nach den 3 Wochen Riga und Russisch-Sprachkurs werde ich noch 2 Wochen in Deutschland verweilen, um mit einer Zwischenstation in Rumänien mein eigenes Auslandssemester zu beginnen. Und wo? In Russland? Wie es Sinn ergäbe? Nein. In der Türkei natürlich. Durch den zweijährigen Aufenthalt, zwecks Auslandsschuldienstes meiner Eltern, habe ich ja bereits einen Einblick in das Land des Orients und Okzidents erhalten können. Es zieht mich zurück dorthin, weil mich die Sprache aufgrund ihrer Logik, und die Kultur, aufgrund ihres Brückencharakters, fasziniert. Doch warum dann jetzt ein Russischkurs?</p>
<p>Weil ich im 6. Semester, also im Anschluss an das türkische Auslandssemester jedoch auch noch nach Nischnij Nowgorod (ehemals Gorki, 5-größte Stadt Russland und ja, es gibt mehr als Saint P und Mighty M) gehen werde. Somit kann ich Anspruch auf einen <em>Go-East</em>-geförderten Sprachkurs erheben, und um dies im Kreise meiner vertrauten Mitschüler zu machen, der Entschluss den Kurs vorzuziehen. Ich hoffe einfach, dass es sich jetzt so festsetzt, dass ich es in Russland dann schnell wieder reaktivieren kann. Selbige Hoffnung gilt übrigens auch für Türkisch&#8230;</p>
<p>Aus der Tatsache, dass ich also in wenigen Monaten 3 Länder sehen werde, ergab sich der Wunsch wieder etwas von den Erfahrungen nach außen zu tragen. Ob es nun ein Publikum gibt, oder nicht, ist ja erst mal egal, wenn nicht eine Nachfrage des Angebots erforderlich ist, um Gewinn zu machen. Ich bin die Nachfrage.</p>
<p>In diesem Sinne.</p>
<p>Gehabt euch wohl und bis bald, wenn es wieder Neuigkeiten (oder Muße gibt).</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/bloodmandarin.wordpress.com/508/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/bloodmandarin.wordpress.com/508/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/bloodmandarin.wordpress.com/508/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/bloodmandarin.wordpress.com/508/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/bloodmandarin.wordpress.com/508/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/bloodmandarin.wordpress.com/508/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/bloodmandarin.wordpress.com/508/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/bloodmandarin.wordpress.com/508/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/bloodmandarin.wordpress.com/508/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/bloodmandarin.wordpress.com/508/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/bloodmandarin.wordpress.com/508/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/bloodmandarin.wordpress.com/508/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/bloodmandarin.wordpress.com/508/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/bloodmandarin.wordpress.com/508/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=bloodmandarin.wordpress.com&amp;blog=3785942&amp;post=508&amp;subd=bloodmandarin&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Belizimo!</title>
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		<pubDate>Sun, 16 Aug 2009 13:20:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>bloodmandarin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[México]]></category>

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		<description><![CDATA[Viel ist passiert seit dem letzten Blog. Eine kurze präsentische Rekapitulation bevor ich fortfahre, das mexikanische Geschehen aufzurollen. Momentan befinde ich mich im Zug von Göttingen nach Essen. Essen ist die erste Station auf meiner Reise durch Deutschland. Doch warum reise ich durch Deutschland? Vielmehr; warum bin ich überhaupt wieder in Deutschland? Auf diese beiden [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=bloodmandarin.wordpress.com&amp;blog=3785942&amp;post=503&amp;subd=bloodmandarin&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><!-- 		@page { margin: 2cm } 		P { margin-bottom: 0.21cm } --></p>
<p style="margin-bottom:0;">Viel ist passiert seit dem letzten Blog. Eine kurze präsentische Rekapitulation bevor ich fortfahre, das mexikanische Geschehen aufzurollen. Momentan befinde ich mich im Zug von Göttingen nach Essen. Essen ist die erste Station auf meiner Reise durch Deutschland. Doch warum reise ich durch Deutschland? Vielmehr; warum <em>bin </em><span style="font-style:normal;">ich überhaupt wieder in Deutschland? Auf diese beiden Fragen lässt sich simultan antworten. </span><em>Zeppelin University Friedrichshafen</em><span style="font-style:normal;">. Eingeladen zu einem Bewerbungsgespräch für den Studiengang </span><em>Cultural &amp; Communication Management </em><span style="font-style:normal;">für den 31. Juli 09 entschied ich mich, meinen weltwärts-Freiwilligenjahr vorzeitig zu beenden. Da ich den Einladung am 20. Juli bekommen hatte, hatte ich sehr wenig Zeit mich zu entscheiden und ebenso wenig Zeit mich wirklich von Mexiko zu verabschieden. Die Fahrt nach Friedrichshafen -zwei Wege- kostet </span><em>nur</em><span style="font-style:normal;"> 200 Euro. Es ist ja schließlich auch einmal durch das ganze Land. Da ist das ja fast verständlich. Umgerechnet ergeben die 200 Euro jedoch ungefähr 3400 Pesos sind, von denen man sicher auch einmal durch das ganze Land käme. Komisch nur, dass Mexiko fast 8mal so groß ist wie Deutschland. An diesem Beispiel lässt sich gut eine Währungsdifferenz erläutern. Und es lässt erkennen, wie schwierig es für einen Amerikaner (nicht US-Amerikaner) ist, nach Europa zu reisen. Wer derartige Preisunterschied zu beachten hat, kann nicht verschwenderisch handeln. Wie dem auch sei. Aufgrund des hohen Preises wurde mir angeboten, doch </span><em>de una vez </em><span style="font-style:normal;"> in einen Deutschlandpass zu investieren; einen Monat lang kostenlos Zug in Deutschland fahren. Und da ich sowieso momentan einen Monat im „Vorsprung“ bin, hielt ich es für eine lohnenswerte Investition. Nun habe ich meine Reiseliste ausgearbeitet und nach den Kriterien „Uni-Stadt“ oder „Heimstadt eines &#8216;alten&#8217; Bekannten“ ausgewählt. Mein erstes Ziel ist Essen, in dem ich Miriam, eine wahrscheinlich auch euch bekannt vorkommende Person, treffe. Denn auch sie war Freiwillige in Michoacan. Aufgrund persönlicher Gründe kehrte jedoch auch sie während der A H1N1-Seuchenparanoia nach Deutschland zurück. Nun werde ich sie besuchen, damit wir ein wenig in Erinnerungen schwelgen können. Nach Essen sind meine Zielorte Düsseldorf, Münster, Hannover, Hamburg, Berlin, Dresden, Leipzig und Jena. Ihr seht also, dass ich mir einiges vorgenommen habe. An dieser Stelle werde ich keine Details über das Gespräch an der ZU fallen lassen. Falls großes Interesse bestehen sollte, sprecht mich entweder persönlich darauf an oder hofft, dass ich bei Gelegenheit darauf zurückkomme. Nun geht’s jedoch erst mal zurück in meine Vergangenheit&#8230;</span></p>
<p style="margin-bottom:0;">
<p style="margin-bottom:0;">*swuuusch*</p>
<p style="margin-bottom:0;">
<p style="margin-bottom:0;">biepbiepbiep</p>
<p style="margin-bottom:0;">
<p style="margin-bottom:0;">Ich habe keine richtige Lust aufzustehen, aber ich weiß, dass ich sollte. Zum Einen sollte ich mein nervendes Handy ausstellen, zum Anderen will ich Julia nicht verärgern, wenn ich so schlafmützig bin. Wir wollen schließlich genug mitbekommen von einer der bekanntesten Ausgrabungsstätten Lateinamerikas. Palenque. Wir machen uns also auf den Weg zu der sich zwei Straßen weiter befindenden Busstation und besteigen den Kombi, der uns zur Kult(ur)stätte bringen sollen. Dort angekommen besteigt man einen kleinen Hügel, der natürlich sehr befestigt und ausgebaut ist. Leider sehr touristisch für meinen Geschmack, aber was soll man erwarten bei einem der modernen Weltwunder. Souvenirs und Fressstände en masse wie gewöhnlich. Wir bezahlten den horrenden Eintrittspreis und begannen mit dem weiteren Aufstieg. Treppen über Treppen und das war erst der Anfang. Als wir aus dem Dschungel, der Vegetationsexplosion heraustraten, standen wir einer enormen Maya-Pyramide gegenüber. Schnell wurden wir mit „fachkundigem“ Blick als Touristen erkannt und ein Führer näherte sich mit der Intention uns eine Führung anzudrehen. Doch nicht ausschließlich eine Führung über das Gelände samt Erklärungen, sondern -was uns überzeugte- in den Dschungel hinein und hindurch. Und so wanderten wir also in den Urwald immer den Schritten des Führers folgend. Anders als ich es mir immer vorgestellt hatte, war es einem Wald erstaunlich ähnlich, was Bodenbeschaffenheit und Atmossphäre anging. Doch die Lianen und gelegentliches Arageschrei halfen aus. Dennoch würde ich sagen, dass es sich zwar gelohnt hat, aber ich es sicherlich nicht noch mal für den Preis machen würde. Im Anschluss liefen wir über das riesige Gelände und bestiegen eine Pyramide nach der Anderen. Die Ausblicke waren durchaus sehenswert und auch die architektonischen Meisterleistungen waren anerkennenswert.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/bloodmandarin.wordpress.com/503/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/bloodmandarin.wordpress.com/503/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/bloodmandarin.wordpress.com/503/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/bloodmandarin.wordpress.com/503/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/bloodmandarin.wordpress.com/503/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/bloodmandarin.wordpress.com/503/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/bloodmandarin.wordpress.com/503/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/bloodmandarin.wordpress.com/503/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/bloodmandarin.wordpress.com/503/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/bloodmandarin.wordpress.com/503/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/bloodmandarin.wordpress.com/503/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/bloodmandarin.wordpress.com/503/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/bloodmandarin.wordpress.com/503/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/bloodmandarin.wordpress.com/503/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=bloodmandarin.wordpress.com&amp;blog=3785942&amp;post=503&amp;subd=bloodmandarin&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Belize&#8230; Kulturmix und mezcla humana (Fortsetzung des Reiseberichts 19/05)</title>
		<link>http://bloodmandarin.wordpress.com/2009/05/07/belize-kulturmix-und-menschenmezcla-fortsetzung-des-reiseberichts/</link>
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		<pubDate>Thu, 07 May 2009 16:42:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>bloodmandarin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Belize]]></category>
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		<description><![CDATA[Belize Ciudad Die Hauptstadt des Kleinlands Belize liegt direkt an der Küste. Sie zeichnet sich durch staubige, aber geteerte Straßen und viele aneinandergereihte Lädchen aus. Es ist nicht das in Mexiko übliche Schachbrettstraßenprinzip anzutreffen, weshalb man sich endlich mal ein bisschen verlaufen kann. Auf der Busfahrt hinein ins Inland Belizes musste ich belustigt die englischen [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=bloodmandarin.wordpress.com&amp;blog=3785942&amp;post=499&amp;subd=bloodmandarin&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Belize Ciudad </strong></p>
<p>Die Hauptstadt des Kleinlands Belize liegt direkt an der Küste. Sie zeichnet sich durch staubige, aber geteerte Straßen und viele aneinandergereihte Lädchen aus. Es ist nicht das in Mexiko übliche Schachbrettstraßenprinzip anzutreffen, weshalb man sich endlich mal ein bisschen verlaufen kann. Auf der Busfahrt hinein ins Inland Belizes musste ich belustigt die englischen Werbungen bemerken. Außerdem sah man immer mal wieder Warnungen zum Umweltschutz in coolem Englisch. Dies war natürlich eine weitere Kuriosität auf die man bald aufmerksam wird. Das Englisch! Als -meines Wissens- einzigem Land, dass Englisch als Landessprache beibehalten hat. Die Bezeichnung „Englisch“ darf nicht allzu ernst genommen werden, weil es eigentlich eher dem gleicht, was ich als Jamaikanisch bezeichnen würden. Das Problem ist, dass die Menschen dich alle verstehen, aber wenn sie dir dann antworten, musst du vier mal darüber nachdenken, was es nun geheißen haben könnte. So zum Beispiel als wir nach einem Hostel fragten. Der angesprochene Passant konnte uns nicht weiterhelfen, fragte also einen weiteren Passanten. Klarerweise konnten wir diesem Gespräch absolut nicht folgen. Und auch die folgende Wegbeschreibung barg durchaus Zweifel für uns. Es ist ein wirklich spannendes Gefühl, wenn du eine so lange Zeit in einem Kulturraum mit spanischer Sprache und Menschen mit bräunlich-hellbrauner Haut verbringst und dann plötzlich in einem Land zu stehen, in dem alle „Englisch“ sprechen und farbig sind. Als wir dann nach einigem Suchen ein preiswertes Hostel („The three Sisters“) gefunden hatten, deren San Salvadorianische Besitzerin froh war, mit uns Spanisch sprechen zu können. Sie fühlte sich offensichtlich nicht ganz wohl in der englischen Sprache. Bald bemerkten wir dass es fast problemlos möglich ist, überall auch Spanisch zu sprechen. Aus dem Grund hat sie es wahrscheinlich nicht nötig Englisch zu sprechen und vermeidet es auch. Nichtsdestotrotz bemerkt man schnell, dass man das spanischsprachige Leben verlassen hat. Das kakophonische Ranchera-Reggaeton-Banda-Durangense-Kumbia-Getöse ändert seinen Charakter und wird zu Reggae.</p>
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<p style="margin-bottom:0;font-weight:normal;">Die Leute Mexikos sind ja schon eher gemütlich und freundlich. Das Ganze wird noch gesteigert in Belize. Die Freundlichkeit geht sogar so weit, dass sie schon fast aufdringlich wird. Aber ich möchte das nicht verallgemeinern.</p>
<p style="margin-bottom:0;font-weight:normal;">Belize City war also durchaus interessant, aber mal abgesehen von seiner Strandpromenade nicht unbedingt DER Hingucker!</p>
<p style="margin-bottom:0;font-weight:normal;">Ein lustiges Erlebnis war noch ein recht angegrauter Belizianer, der uns erst Rum probieren ließ und meinte, dass wir selten so süßen Rum finden würde (sein kanadischer Begleiter schaute die ganze Zeit dumm aus der Wäsche), um uns dann auch noch Gras andrehen zu wollen: „Do you smoke Ganja?“.</p>
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<p style="margin-bottom:0;font-weight:normal;">Doch da wir im großen in Ganzen nicht unbedingt begeistert von Belize Ciudad waren, machten wir uns 1 Nacht später auf zur Insel „Caye Caulker“, ausgesprochen „Kiii Cocker“, um dort, ganz nach Karibikmanier, auszuspannen.</p>
<p style="margin-bottom:0;font-weight:normal;">
<p style="margin-bottom:0;"><strong>Caye Caulker</strong></p>
<p style="margin-bottom:0;font-weight:normal;">Wir nahmen also am nächsten Morgen eine kleine Fähre, die uns auf die Insel schipperte. Dort angekommen, quatschte uns ein kauender Mann an, ob wir denn nicht eine billige Übernachtungsmöglichkeit direkt am Strand begehrten und da wir etwas geschafft waren, waren wir froh über diese Hilfsbereitschaft. Anfangs wirkte er nämlich ganz kompetent, aber schon auf dem Weg wurde ich skeptisch, da er mit vollem Mund mit uns redete und das echt nicht die feine englische Art ist. Ich dachte Belize sei englische Kolonie <img src='http://s1.wp.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
<p style="margin-bottom:0;font-weight:normal;">Im Laufe unseres Aufenthalts hörten wir auch mehrmals von anderen Inselbewohnern, dass er wohl regelmäßig Touristen übers Ohr haut, weshalb wir die von ihm angebotene Schnorcheltour auch ausschlugen und lieber alleine weitersuchten. Die Insel kann man durchaus als touristisch bezeichnen, zumindest gibt es etliche Touristeninformationen, Tauch- und Schnorchelausstatter. Außerdem hat man das Gefühl es weht einem stetig ein grüner Geruch um die Nase und unzählige Insulaner blicken einen auch aus entsprechend gerötet-grinsenden Augen an.</p>
<p style="margin-bottom:0;font-weight:normal;">Wir ließen uns davon aber nicht beeindrucken und zogen unser Ding durch. Das heisst in diesem Kontext. In der Hütte abhängen, am Strand (den ich etwas enttäuschend fand) gammeln und unsere eigene Schnorcheltour verfolgen. Wir liehen uns Schnorchelsets aus und schwammen auf eigene Faust los. Dementsprechend wenig Spektakuläres ließ sich antreffen, weil wir direkt bei der Insel blieben, anstatt uns von Begleitern an Korallenriffe und Ähnliches führen zu lassen. Aber dafür waren wir zu geizig. Bereue ich es? Vielleicht ein Bisschen&#8230; Es ist immer netter, wenn man etwas zu erzählen hat und wann wird man schon mal nach Belize kommen?</p>
<p style="margin-bottom:0;font-weight:normal;">Besonders gut gefallen hat mir die Währung. Das Antlitz einer jungbrunnenverjüngten Elisabeth, die seltsamerweise im Spanisch einfach mal in Isabel umbenannt wird, welche im Deutschen zumindest zwei unterschiedliche Namen sind. Sehr verwirrend!</p>
<p><!-- 		@page { margin: 2cm } 		P { margin-bottom: 0.21cm } --></p>
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<p style="margin-bottom:0;"><strong>Orange Walk, Corazal</strong></p>
<p style="margin-bottom:0;">
<p style="margin-bottom:0;font-weight:normal;">Nachdem wir dann auch von dem Inselleben genug hatten, machten wir uns wieder zurück auf Festland, weil wir noch ein wenig mehr von Belize kennen lernen wollten.</p>
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<p style="margin-bottom:0;font-weight:normal;">So fuhren wir also wieder zurück nach Belize, um von dort nach Orange Walk zu fahren, das Janina diese Stadt im Durchfahren so gut gefallen hat, dass sie sie gerne noch einmal näher begutachten wollte. Wir lagerten unser Gepäck in einem japanischen Restaurant -weiterer Einfluss der hiesigen Asien-„Invasion“- und machten uns a pies auf das Stadtzentrum zu erkunden. Viel gab es leider nicht zu entdecken. Wir sahen einige Amish-ähnliche Menschengrüppchen, über deren Nationalität wir uns den Kopf zerbrachen, deckten uns in einer Bäckerei mit Leckerlis aus und ich kaufte für meine damalige Gastmutter Maria-Elena, die First Lady des Königreichs Chucutitan, da ihr König der Direktor ist, ein Gastgeschenk, einen kleinen Geldbeutel mit aufgesticktem „BELIZE“.</p>
<p style="margin-bottom:0;font-weight:normal;">
<p style="margin-bottom:0;font-weight:normal;">Dann fuhren wir weiter nach Corazal, der nächsten Kleinstadt, auf die auf unserem Hinweg aufmerksam wurden und die wir zu erkunden gedachten.</p>
<p style="margin-bottom:0;font-weight:normal;">Tagsüber wanderten wir durch die niedliche Stadt mit süßen Häusern. Nichts Aufregendes zu berichten.</p>
<p style="margin-bottom:0;font-weight:normal;">Abends: In einem abgewrackten, aber irgendwie gemütlichen Barkneipendings konnte ich es nicht verhindern dass die Mädels mich, Kerben auf meinem Stolzholz hinterlaßend, mehrmals im Billard besiegten. Wir kamen mit einem etwas verrückt, aber doch freundlich anmutenden Menschen ins Gespräch, der uns unbedingt zu einem Bier einladen wollte. (Das belizianische Bier schmeckt mir persönlich klasse. Da ich erst mit 18 angefangen habe zu trinken und Bier auch nie mein Favorit habe ich nicht so einen ausgeprägten Erfahrungshorizont, dass ihr großen Wert auf meine „Bier“Meinung legen solltet, aber wenn ihr es doch wollen solltet, wären meine Empfehlungen das belizianische Bier und das mexikanische Indio)</p>
<p style="margin-bottom:0;font-weight:normal;">Allen in der Kindheit eingeflössten Warnungsfloskeln nützten nichts und wir ließen uns von jenem Herren dazu einladen den Abend noch etwas mehr zu sehen, bzw uns zu unterhalten. Nachdem er sich bei einem zwielichtigen Nachtclub mit Marihuana eingedeckt hatte, fuhren wir zu einem luxuriösen Hotel, in dem wir uns über verschiedenste Dinge die Köpfe zerbrachen. Zum Beispiel vertrat er vehement die Meinung, dass man ihn am eigenen Leib erlebt haben müsse, um über Drogenkonsum Kritik äußern zu wollen. Insgesamt ein wirklich interessantes Unterhaltungsgewurschtel, auch wenn mir einiges absolut nicht nachvollziehbar war, was er sagte, da er einiges auch mehrmals in anderen Formulierung, inhaltlich jedoch identisch, wiederholte, was unserer Konfusion Nahrung verschaffte.</p>
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<p style="margin-bottom:0;font-weight:normal;">An diesem Punkt meiner Erzählung wird meine Erinnerung wieder mal etwas schwach. Tja, das hat man davon, wenn man sich soviel Zeit mit Reportieren lässt. Ich könnte ja jetzt einfach bei Julia oder Janina schummelnd schauen gehen, aber das Risiko ist zu hoch, dass ich mich dann bei gleichen Aufhängern festmache. Und ich bin doch immer darauf bedacht Unikat zu bleiben. *prust*hust*</p>
<p style="margin-bottom:0;font-weight:normal;">Das heisst wohl, dass ich jetzt etwas behaupten muss, was sich eventuell mit den anderen Berichten beißt. Also seht ihr entweder darüber hinweg oder hört endlich damit auf, euch durch alle Berichte durchzukämpfen, verehrte Leser! *schmunzel*</p>
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		<title>Schweinegrippe</title>
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		<pubDate>Thu, 30 Apr 2009 00:47:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>bloodmandarin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<category><![CDATA[Grippe]]></category>
		<category><![CDATA[Influenza]]></category>
		<category><![CDATA[Mexiko]]></category>
		<category><![CDATA[Mundschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Schweinegrippe]]></category>

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		<description><![CDATA[Aufgrund einiger besorgter Stimmen aus dem Heimatland werde ich mich nun mal daran machen eine kleinen Bericht aus erster Hand zwischenzuschieben. Die Schweinegrippe, die dieses Land gepackt hat, waltet vor allem in den Staaten des Zentrums: Hidalgo, San Luis Potosi, Queretaro und Mexico. Dementsprechend sieht man hier an der Küste auch kaum Mundschutze und Ähnliches. [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=bloodmandarin.wordpress.com&amp;blog=3785942&amp;post=490&amp;subd=bloodmandarin&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Aufgrund einiger besorgter Stimmen aus dem Heimatland werde ich mich nun mal daran machen eine kleinen Bericht aus erster Hand zwischenzuschieben. Die Schweinegrippe, die dieses Land gepackt hat, waltet vor allem in den Staaten des Zentrums: Hidalgo, San Luis Potosi, Queretaro und Mexico. Dementsprechend sieht man hier an der Küste auch kaum Mundschutze und Ähnliches. Außerdem gibts bisher noch keine öffentlichen Erkrankungen in Michoacan, sodass ich relativ ruhig bin. Außerdem ist meine Gastmutter eine so sorgende Frau, dass ich glaube, dass wenn es wirklich sehr ernst hier wäre, sie ander mit dem Zustand umgehen würde.</p>
<p>Außerdem sind die Symptome so eindeutig und man so darauf sensibilisier auf sie zu achten, dass ich bei der kleinsten Spur eines Anzeichen zum Arzt eilen würde. Davon einmal abgesehen, bin ich sicher, dass die Verantwortlichen in Deutschland handelten, würde es sich als nötig erweisen. Wir würden augenblicklich nach Hause geschickt oder geholt werden. Da bin ich mir ausnahmsweise einmal sicher. Also macht euch bitte keine Sorgen; mir geht es gut!</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/bloodmandarin.wordpress.com/490/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/bloodmandarin.wordpress.com/490/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/bloodmandarin.wordpress.com/490/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/bloodmandarin.wordpress.com/490/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/bloodmandarin.wordpress.com/490/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/bloodmandarin.wordpress.com/490/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/bloodmandarin.wordpress.com/490/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/bloodmandarin.wordpress.com/490/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/bloodmandarin.wordpress.com/490/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/bloodmandarin.wordpress.com/490/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/bloodmandarin.wordpress.com/490/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/bloodmandarin.wordpress.com/490/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/bloodmandarin.wordpress.com/490/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/bloodmandarin.wordpress.com/490/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=bloodmandarin.wordpress.com&amp;blog=3785942&amp;post=490&amp;subd=bloodmandarin&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Auf nach Belize, ins Land des Kulturallerleis! (Update 04/05)</title>
		<link>http://bloodmandarin.wordpress.com/2009/04/12/auf-nach-belize-ins-land-des-kulturallerleis-update-1204/</link>
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		<pubDate>Sun, 12 Apr 2009 22:29:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>bloodmandarin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[Den Donnerstagmittag packte ich meine Sachen für die bevorstehende Reise nach Belize. Ich traf mich mit Maren und Janina am Lazaro Cardenas Busbahnhof, um den, verglichen mit den anderen Strecken, die Julia, Janina und ich uns vorgenommen hatten, kurzen Weg nach DF anzutreten. Maren würde/ist von Df dann mit einigen anderen nach Guatemala geflogen. Doch [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=bloodmandarin.wordpress.com&amp;blog=3785942&amp;post=487&amp;subd=bloodmandarin&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="margin-bottom:0;">Den Donnerstagmittag packte ich meine Sachen für die bevorstehende Reise nach Belize. Ich traf mich mit Maren und Janina am Lazaro Cardenas Busbahnhof, um den, verglichen mit den anderen Strecken, die Julia, Janina und ich uns vorgenommen hatten, kurzen Weg nach DF anzutreten. Maren würde/ist von Df dann mit einigen anderen nach Guatemala geflogen. Doch zuvor füllten wir noch unsere Mägen, in dem damals und nach wie vor stilistisch schönsten Gastronomiebetrieb Lcs „El Tejado“. Die achtstündige Busfahrt war mit den Filmen wieder leicht herumzubringen, außerdem hatten die Sitze soviel Beinfreiheit, dass man sie soweit zurücksenken konnte, dass sie fast die Waagerechte erreichten und man trotzdem keine Bedenken haben musste, einen Mitfahrer zu belästigen. Die Bedenken haben Mexikaner zwar eh nicht, aber davon mal ganz abgesehen.</p>
<p style="margin-bottom:0;">
<p style="margin-bottom:0;">04.04.09 → 20.02.09</p>
<p style="margin-bottom:0;">
<p style="margin-bottom:0;">Wir mieteten uns in einem Hostel direkt am Zocalo ein, was dementsprechend gehobenerer Preisklasse war. Wir lernten einen anderen deutschen kennen, der gerade dabei war, sein Erspartes auf einer Rundreise in Amerika auszugeben. Ein Informatiker. Ein bisschen verplant, der Gute. Ich half ihm noch Guthaben für sein Handy zu besorgen, (während Janina sich schon zur Ruhe legte) was sich nicht so einfach wie erwartet gestaltete, weil wir erst die Nummer brauchten, die wir nicht hatten, weil das Handy oben im Zimmer auflud und als wir es dann runterholten, ging es wieder aus. Aber warum verkaufen die denn bei Oxxo keine Handykarten, sondern laden es über die Kasse aus. Nur gut, dass ich vorher die Nummer eingespeichert hatte. So konnten wir es dann doch aufladen. Anschließend schlenderten wir noch etwas durch das nächtliche Mexiko Stadt, dass viel mehr Charme hat, als das „tägliche“. Die Straßen sind lang nicht so voll und doch hat man noch das Gefühl ein Bisschen verloren zu sein. Weniger von Angst erfüllt, denn von Faszination, wandelt man in der Riesenstadt umher. Wir begegneten einer Gruppe Tanzwütiger, die zu dem treibenden Klang zweier immenser Trommeln Schrittfolgen synchron „abspulten“. Das Beeindruckende dabei war die Alters- und Schichtenvielfalt. Man konnte sowohl einen Businessman, eine Studentin, ein Kind und eine alte Dame finden. Ausdauernd wurde gehüpft, geschrittet, gedreht.</p>
<p style="margin-bottom:0;">Am Samstag machten Janina und ich uns auf die leidige Suche nach einer Institution, in der wir unsere Flugtickets umbuchen konnten. Beginnend in dem STA-Travel Büro wurden wir von dort direkt ins Iberia-Büro geschickt. Lange Suche, aber dann verhältnismäßig schnelle und reibungslose Abwicklung unser Anliegen. Unsere Nachfrage jedoch, ob man denn nicht von hier irgendwie Druck auf die Gesellschaft in Spanien ausüben könne, um vielleicht noch ein wenig Entschädigung wegen des „länger“ verschwundenen Rucksacks Janinas, herausschlagen zu können, wurden wir nur freundlich aber bestimmt darauf hingewiesen, dass es vollkommen außerhalb ihres Wirkungsbereichs läge. Offensichtlich hatten wir trotzdem Glück mit unserer Servicedame, da andere aus unserer Gruppe wohl erst mal Geld hinblättern mussten, bevor „sie“ umgebucht wurden.</p>
<p style="margin-bottom:0;">&lt;!&#8211; 		@page { margin: 2cm } 		P { margin-bottom: 0.21cm } 	&#8211;&gt;</p>
<p style="margin-bottom:0;">Nach dem Umbuchen fuhren wir zum Terminal, um uns dort mit Julia zu treffen. Von dort aus wollten wir dann über Veracruz nach Chetumal fahren. Als wir uns jedoch vor Ort erkundigten, stellte sich heraus, dass wir auch eine Verbindung direkt nach Chetumal fahren könnten. „Schlappe 23 Stunden“, dachten wir uns, „das ist doch gar nichts!“ Problemchen jedoch war die Tatsache, dass der einzige Bus dieser Art um 17 Uhr DF verlassen würde. Ortzeit war 11 Uhr morgens. Tja! Wir also Tickets gekauft und wieder zurück mit unserem ganzen Krams (und es war echt nicht wenig, zumal ich noch den Laptop mitschleppte&#8230;Wegs Filmen) zur Metro und ins Zentrum. Da Julia noch eine Spritze prophylaktisch gegen einen möglichen Lungenentzündungsrückfall benötigte, verabredeten wir uns mit Maren im Park. (Ich sage „der Park“, um zu verbergen, dass es ungefähr 4-7 Grünflächen in Df gibt, aber ich mich des Namens nicht entsinne) Maren arbeitet schließlich in dem Medizinzentrum Caletas als Aushilfe, als Vorbereitung für ihr Medizinstudium. Wir spazierten ein wenig in dem Park herum, aßen tolle Erdbeeren mit Sahne, andere Früchte und schlenderten die Ständegasse hindurch. Um den Mittag ausklingen zu lassen, setzten wir uns in einer Essensgasse (mit unglaublich nervigen Angebotsschreierinnen, die dich belagerten bis man sich genervt zu einem X-beliebigen setzte) zu riesigen Tortas. Nach getaner Vernichtung der Nahrungsmittel zückte Julia Spritzutensilien. Die umsitzenden Leute begannen unruhig und neugierig zu werden. Doch Maren zog fachmännisch die Spritze auf und in einem irrsinnigen Tempo sagte sie Julia das Zeug in den Arm. Julia ächzte und seufzte schmerzerfüllt. Verzagt fragte ich, ob das denn normal sei. Ach, ich mach das immer so in Caleta. Julia meinte nur mit gesenktem Kopf:</p>
<p style="margin-bottom:0;">„Und was ist mit dem Rest?!“ -„Welcher Rest? Das war alles.“</p>
<p style="margin-bottom:0;">-*keuch* Bitte?! Normalerweise braucht meine Gastmutter ungefähr das Vierfache der Zeit. Vielleicht tut es deshalb so weh“ Später erläuterte mir Maren zerknirscht, dass es wohl daran liegen würde, dass auch der Kolben einen viermal so dicken Durchmesser aufwies.</p>
<p style="margin-bottom:0;">
<p style="margin-bottom:0;"><strong>Chetumal</strong></p>
<p style="margin-bottom:0;">Nach diesem überstanden Abenteuerchen konnten wir uns dann getrost in das Nächste begeben. Abenteuer Busfahrmarathon. Ihm Nachhinein muss ich sagen, dass es gar nicht soo schlimm war und ich trotzdem ziemlich stolz bin. Soweit ich weiß, haben uns bisher nur Ture und Elli mit 32 Stunden (Wirklich so viel?!) aus Guatemala nach DF geschlagen. Wir kamen dann also in Chetumal an und wurden gleich angequatscht, ob wir denn nicht nach Belize wollten, weil wohl in Kürze ein Bus abfahren würde, aber wir entschieden uns für einen Tag Busfahrtenpause. Ein enormer Busfahrschwarzbär ließ uns die morgigen Zeiten in großartigem JamaicanSlang-Englisch wissen. Zu geschafft uns mit Liniebussystem vertraut zu machen, nahmen wir uns nur ein Taxi und ließen uns von dem Fahrer beraten, wo wir denn gut nächtigen könnten. Außerdem handelte er für uns in dem Hotel einen billigeren Preis heraus. Nach einem kurzen Frischmachen, machten wir uns daran, die Stadt zu erkunden. Und wirklich unglaublich, wieviel die vermeintliche Hauptstadt Quintanaroos aufzuweisen hat. (Nun muss man sich fragen; ist jede deutsche Staatshauptstadt einen Besuch Wert?) Völlig ausgestorben, die Stadt, waren die ersten Menschen, die wir bewusst wahrnahmen, ein Grüppchen spielender Kinder auf einem Spielplatz. Unseren Weg fortführend trafen wir auf das Meer, eine nicht hässliche, aber auch nicht als besonders bemerkenswert zu beurteilende Promenade. Außerdem wurden wir auf einige Schilder aufmerksam, die von einem gewissen Karneval sprachen. Aber ist Karneval nicht als Fest des Lärms und der Freude zu verstehen. Bisher war in diesem Großnest von nichts Dergleichem etwas zu spüren gewesen. Doch wir wurden nicht enttäuscht. Am Abend dann zog ein kunterbunter, leicht abgedrehter Fastenzug an uns vorbei. Von leichtbekleideten Damen über strahlende Kinder zu hochgewachsenen Männern in glitzernden Schmetterlingskostümen konnten wir einiges bestaunen. (Quatsch, wie kommt ihr darauf, dass das lächerlich aussah?)</p>
<p style="margin-bottom:0;">So hat sich der Aufenthalt in Chetumal doch noch ausgezahlt, nachdem wir zuerst wirklich vollkommen enttäuscht waren.</p>
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		<title>Nur eine kleine Umfrage</title>
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		<pubDate>Thu, 26 Mar 2009 15:29:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>bloodmandarin</dc:creator>
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