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Da es mich nervt, nach wie vor immer nur in der Vergangeheit zu schreiben, versuche ich meine Einträge zu verkürzen.

Rumänien war eine spannende Zeit für mich. Es war sehr kurz und umso intensiver. 10 Tage jeden Tag ein kleines Abenteur. Es war interessant zu sehen, wie die ungarische und deutsche Minderheit in Rumänien existiert und ein Teil von ihm ist, und irgendwie doch völlig rauszunehmen ist. Ungarn gehen in ihre eigenen Bars, eigene Theater, haben eigene Hobbies, und eigene Fotos. Es ist nicht so, dass sich die beiden Völker missachten und nicht respektieren, aber man geht sich höflich aus dem Weg. Und die Frage, wessen rechtmäßiges Erbe Siebenbürgen nun ist, bleibt umstritten. Darüber habe ich auch mit Malwina, die ich in Bukarest besucht habe, viel diskutiert. Was ist denn nun die Lösung? Zusammenwachsen der Völker? Schwierig, wenn sie sich so wenig natürlich begegnen können. Rückschluss Siebenbürgens an Ungarn? Das wäre nur möglich, wenn sich die ungarischen Rumänen wirklich als ungarische Ungarn empfinden würde, wovon nicht die Rede sein kann. Außerdem wäre noch nicht klar, wohin man die Rumänen Rumäniens schickt. In den Westen? Eine Autonomie Siebenbürgens? Das klingt für mich immer noch am plausibelsten, aber auch dann müssten sich die rumänischen Siebenbürgen des besonderen Statús ihrer Region bewusst werden, und als Identität die siebenbürgische wählen, wie das größtenteils die Ungarn tun.Letztendlich bin ich ja ohnehin nicht besonders legitimiert dies zu entschieden, bin ich doch ein Außenstehender. Dennoch, in festgefahrenen Konflikten braucht man meist einen Vermittler. Doch der bin nicht ich…

Die siebenbürgischen Städte haben mir gut gefallen. Sie wurden zumeist von der siebenbürgische-sächsischen Minderheit entworfen und gebaut. So haben sie einen mittelalterlichen Flair, mit kleinen Gassen und ausladenden Plätzen. Ihr Markenzeichen, die Kirchenburgen waren sehr hübsch anzusehen. Besonders inmitten der hügeligen Wiesen Rumäniens, die ich auch im Auto sitzend, sie durchbrausend, genießen konnte.

Wenn Riga eine Mischung aus Russland und Europa für mich war. Vom Gefühl und dem Anblick der Menschen, so hat mich Bukarest an eine Mischung aus Türkei und Europa erinnert.

Und Ungarisch ist zweifelsohne eine der schwersten Sprachen der Erde. Da hat Any language.com vollkommen Recht.

Nächstes Mal: Die ersten Eindrücke Istanbuls…

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