Und wieder stehe ich vor einer Menge an Tagen, die es zu umfassen gilt. Und da wird mir vorgehalten, keine Struktur zu haben. :-/ Es ist gar nicht zu einfach eine Selektion an Erlebnissen zu treffen und trotzdem eine gewisse Chronologie zu behalten. Da ist es mir meist wichtiger die spannendsten Begegnungen und Geschehnisse zu erwähnen oder zu erläutern, auf Kosten einer Reihenfolge. Das gilt insbesondere, wenn man unter Zeitdruck steht, weil man in einem Internetcafé sitzt oder in einem Computerraum, der um 8 schließt und es 7.10 ist. Gerade ist es 7.10 am 24. September. Nur dass ihr ungefähr abschätzen könnt, wie lange ich für einen Blog brauche, wenn ihr ihn lest, könnte es schließlich sein, dass es schon übermorgen ist.
Also dann… Wo war ich beim letzten Eintrag. Samstag Nachmittag in Lazaro Cardenas. Neben der Struktur wurde auch um mehr Detailreichtum bei Städtebeschreibungen gebeten. Lazaro Cardenas ist eine sehr graue Stadt. Mal abgesehen von den Kleinbussen, die das Hauptverkehrsmittel sind und die ihre Farbbezeichnungen an sich tragen, gibt es nicht vieles, was das Auge erfreut. Ich erwähne die Kleinbusse, weil in Morelia zB die Busse alle weiß sind und die Bezeichnungen der Farben an ihnen dran stehen. Schriftlich. Da gefällt mir die Cardenas-Weise wirklich besser. Aber das ist auch fast das Einzige… Grau in grau in grau. Engen Straßen und unsaubere Ständen und Geschäfte. Nachdem wir (J hoch 2) das Cyber verließen, machten wir uns auf den Weg zu einem Elektrogeschäft, namens Elektra, in oder vor dem wir unsere Companiera Maren aus einem Nachbardorf treffen wollten. Es fiel auf, dass die Produkte anders als andere in ähnlichen Preislagen sind, als in Deutschland. Pech für Nina, die sich eigentlich irgendwann noch eine Kamera mit Ultrazoom zulegen wollte, weil sie gerne Paparazzifotos von weitem macht. (Lieben Gruß an die Paparazza) Wie dem auch sei… Später erzählte uns Maren, dass es nicht mal machbar gewesen wäre, der Kauf, weil die Kassen diesen Tag nicht funktionstüchtig waren und allen Kunden gesagt wurde, dass sie bitte am nächsten Tag wiederkommen sollten. Viva Mexico! Wir fanden dann einen sehr ordentlichen, einladenden und sauberen Saftladen und genehmigten uns eine Abkühlung, sowie die Portion Koffein nach der wir dürsteten. Naja… mit viel Wohlwollen. Es waren 2 Tassen mit heißem Wasser und eine Dose Nescafé-Pulver. Luxuriös, nicht wahr? Fast wie ein echter Cappuccino in Italien. Die Säfte waren Entschädigung genug. Maren trank eine sehr authentisch schmeckende Erdbeermilch, *Zensur* eine Schoko-Bananenmilch und ich einen Orangen-Papaya-Saft. Aber wenn ich Saft sage, meine ich auch Saft. Großartig! Man könnte fast erahnen, wieviel Sonne und Wasser, die Früchte erhielten, so schmackhaft waren ihre Extrakte. Wirklich sehr erfrischend und das ganze in 0,45 L- Gläsern mit Nachschlag für umgerechnet 1,30 Euro. Das liebe ich…
Der nächste Plan war dann Strand. Guter Plan! Ich vergesse immer, dass es einen Festpreis für Taxis gibt und wollte einen Collectivo nehmen. Da man aber vorher den Preis der Fahrt aushandelt, braucht man keine Angst zu haben, übers Ohr gehauen zu werden. Und 30 Pesos für 3 sind auch nicht viel mehr als 3 x 5 Pesos und es ist viel bequemer. Wir fuhren dann also mit dem Taxifahrer zum Strand und was sich bot, war wunderschön. Weißer Sand hinter grünen Palmen, ein netten Strandrestaurant vor blauem aufgewühlten Wasser und die Sonne, die sich dafür bereit machte ihrem Kumpel Platz zu machen, also schon eine leicht orangerote Färbung aufwies. Wie verzaubert wankten wir nach Entledigung unserer Schuhe ins lauwarme Wasser. (Verzeiht mir, dass es alles so kitschig klingt, aber nach meiner Meinung existiert das Wort Kitsch nur, wenn man die traumartige Realität versucht, abzubilden. Das heißt, dass alles, was in der Realität atemberaubend ist, wirkt in der Replik kitschig, aber da ich es euch nicht vorenthalten will, kann ich es euch nicht ersparen.) Die Strömung des Wassers ließ erahnen wie lebensgefährdend der Pazifik für ungeübte Schwimmer ist. Nach kleiner Wasserschlacht. Viel zu kleiner nach meinem Empfinden… (Spielekind!) … setzten wir uns in das Strandrestaurant und genoßen es Deutsch reden zu können und einfach plappern zu können, ohne über seine Worte oder seinen oder den deutschen Ruf nachdenken zu müssen und nicht jeden Satz zu formulieren, bevor man ihn spricht, sondern einfach nach dem Motto „Erst reden, dann denken“ in den Sonnenuntergang hineinzuexistieren. Dabei half der Topfkaffee mit der typischen mexikanischen Gewürznote gut. Zurück in Laz. Car. brachten wir Maren zum Bus und versuchten dann Daniel, den Mathelehrer zu erreichen. Nach einer Stunde Wartens kam er dann vorgefahren und sammelte uns ein. Schick gemacht mit noch schickerer Freundin an seiner Seite. Wir erschraken ein wenig, weil wir in Shorts und Sandalen (Ich) und Pulli und Schlabberhose (Begleitung) nicht gerade fetentauglich angezogen waren. Aber wir sind ja Halb-Gringos, wir dürfen das.
[Anmerkung des Autors: Momentane Zeit ist 13.09 am 25. September 2008, also der nächste Tag.]
Dann fuhren wir mit den beiden Hübschen erst einmal eine Michelada holen. Ein Biermix mit Chilli, Limonensaft, Eis und Salz. Nicht unschmackhaft, aber auch nichts wo ich mich reinlegen würde. Also weiter… Wir fanden dann für uns verwöhnte Deutsche noch ein Mixgetränk mit Tequila und Limo. Als wir dann in der Disco ankamen, fiel wieder auf, dass es doch einige Überschneidungen zwischen der lateinamerikanischen und europäischen Welt gibt. Zum Beispiel etliche aufgebrezelte Damen in der Disco und unzählige Videobildschirme an den Wänden, die einem helfen, den Sinnessalat auch ja aufrecht zu erhalten und den Durchblick völlig zu verlieren. Zumal auf jedem Bildschirm was anderes läuft und die Musik meist nochmal eine andere ist. Ansonsten wars aber ein recht netter Abend, auch ohne das man sich unterhielt. Wie denn bei dem Lärm. Aber wer will sich in der Disco auch unterhalten, außer den komischen Deutschen.
Ein spannender Unterschied waren die Schlangenluftballons, die plötzlich auf die Tanzfläche schwebten und ausnahmslos fast (tolle Contradiction in Adjecto, nicht wahr?) alle Männer anfingen, Tierchen oder Herzen oder Hüte in mehr oder weniger erkennbarem Zustand zu drehen, knicken, bauen und zu erreiben.
Gegen 2 Uhr kehrten wir dann ins Hotel zurück und freuten uns auf den Whirlpool (Gibt es ein deutsches Wort dafür?) Wir drehten das Wasser voller Vorfreude auf und es war kalt… Verzweifelt fragten wir den Portier. Warten! Zurückgekehrt probierte ich den Hahn für kaltes Wasser und siehe da, es wurd heiß. Nächste Problem waren die Blubels. Wir fanden zwar einen Drehknopf, aber der spotzte nur und hinterließ keinerlei Eindruck bei dem Wasser. Erneut lief ich zur Rezeption. Keiner da… Och nö… Whirlpool, der nicht funktioniert…Super… Ich fand dann eine junge Reinigungskraft, die bereit war zu helfen. Wer hätte denn ahnen können, dass man an dem Drehknopf ca 20 mal drehen muss, anstatt einmal, bevor sich etwas tut? Das Sprudeln war dann auch eher spärlich, aber es ging ja um den Luxus an sich. Schlafen war danach problemlos möglich… Seufzend sanken wir in dem 5-Mann-Bett in unsere Kissen.
Um 13 Uhr klingelte das Telefon auf dem Zimmer, dass wir doch bitte auschecken würden. Und 5 Minuten später erneut, ob wir wüssten, wer der Mann sei, der nach uns fragt. Daniel holte uns freundlicherweise ab und wir fuhren nochmals zum Strand. Operation Kokosmilch, die zweite Runde. Aus frisch aufgeschlagenen Kokosnüssen gab es das angeblich nahrhafte und erfrischende Getränk strohhalmweise serviert. Auch hiermit bin ich nicht richtig warm geworden, aber trotzdem war es nett mit Daniel und meiner Begleitung über sein Leben zu quatschen.
[ Und wieder muss ich vorerst Schluss machen, weil der Pc-Raum, bzw die Aufsichtspersonin Mittagspause ab 14.00 Uhr hat. Vielleicht komme ich heute später noch mal dazu oder aber ich schreibe am Wochenende in Morelia weiter. ]
[ Sonntag, den 28.09.08 um 20:50 in Las Canas: Wie zu erwarten war, habe ich es nicht geschafft, den Blog weiterzuschreiben, da etwaige Dinge in Morelia Priorität für mich hatten. Doch dazu später mehr. Nun sitze ich in dem Haus, in dem ich zu Gast bin, ohne Internet, mit dem Plan den Blog heute nacht zu vollenden. Große Töne, nicht wahr? Nun denn...]
Der Sonntag vor einer Woche verlief soweit ich mich recht erinnere recht unspektakulär. Wir bummelten noch ein wenig durch die Stadt um dann am frühen Nachmittag unsere jeweiligen Busse zurück in unsere Dörfer zu nehmen. Die Fahrten mit den Bussen sind meist echt akzeptabel, da man eigentlich immer klimatisierte erwischt.
Was ist in der letzten Woche denn Spannendes geschehen? Ich kann die Erlebnisse nicht mehr den Tagen zuordnen; ich hoffe das verzeiht ihr mir.
Montag kam ich in die Schule und musste zu meinem Leidwesen bemerken, dass die Englischlehrerin nicht anwesend war. Kurzerhand sog ich mir den Unterricht aus den Fingern, was mit mittelmäßig gelang. Im tercer semestre konnte ich einfach Vergleiche: Comparative und Superlative wiederholen. Im primer semestre wollten die Schüler aber auf Biegen und Brechen nicht verstehen, dass bei Simple Present nur die 3. Person Singular verändert wird. Könnte daran liegen, dass sie mit der Formulierung „tercera persona de singular“ nichts anfangen konnten. Schlussendlich habe ich sie dann an eine Aufgabe aus dem Buch gesetzt und resigniert ihr Scheitern beobachtet. In der nächsten Stunde Englisch fiel mir auf, dass ich nicht erklärt hatte, dass es nicht nur für He/She/It gilt, sondern auch für jegliche Namen und Bezeichnungen, die durch einen der drei vorangegangen ersetzt werden können. (grandmother/dad/dog/Juan).
Am Nachmittag wollte ich meine freie Zeit einmal nicht mit schlafen nutzen, sondern mich ein wenig weiterbilden und den Roman „Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins“ von Milan Kundera fortsetzen. Dazu legte ich mich genüßlich in die riesige Hängematte im Wohnraum von Donia Gavina. Nach ca 10 Seiten kam ich auf die Idee, die Hängematte auch zu dem zu nutzen, wofür sie noch hängt, neben dem erhöhten Ausspannfaktor. Ich stieß mich also mehrmals von der Wand ab, um sie so in gemäßigte Schwingung zu versetzen und genoß die Schwerelosigkeit. Als ich mich Bruchteile später mit schmerzendem Steißbein auf dem Boden wiederfand, war meine Verwunderung groß. Warum musste es ausgerechnet mit passieren, nachdem die letzten Tage verschiedenste Menschen meines bisherigen Bekanntenkreises ihre Zeit in der Matte genoßen haben, dass sie mir reißt? Nachdem sich meine Gastmutter nach meinem Befinden erkundigt hat und die Auskunft sie zufriedenstellte, brach sie in vergnügtes Gelächter aus, bar meines verdutzten Gesichts. Nachdem der Schock überwunden war, konnte ich auch darüber grinsen, doch zuerst habe ich mich erschreckt. Inzwischen ist sie gottseidank repariert, damit ich sie weiterhin für meine Zwecke benutzen kann.
Als ich am Mittwoch, meinem freien Tag, natürlich nicht pünktlich um acht an der Schule erschien, kam einer meiner Schüler des quinto semestre auf mich zu und fragte halb scherzhaft, halb aufgebracht, warum ich denn so spät sei. Als ich mich auf dem Gelände umsah, konnte ich erkennen, dass der Großteil an männlichen Schülern, nicht wie gewohnt in Schuluniform, sondern in Arbeitskleidung aufgetaucht war. Wenig später sah ich, dass das Dach der neuen Direktion neben der Schule fertig zementiert war. Offensichtlich wurde die gesamte männliche Schülerschaft in diese Arbeit eingespannt, mit Erfolg. Das Dach war fertig. Ich bin wirklich gespannt, welcher Anblick mich morgen erwartet. Ich bin nahezu enttäuscht, dass ich den Bau dieses Hauses nicht genauer fotografisch dokumentiert habe, da mich die Geschwindigkeit der Arbeiter tierisch beeindruckt hat.
Mittwoch war Zeitpunkt eines weiteren Großereignisses der Woche. Schwimmen! Eine Gruppe von ca 15. Schülern, samt Direktor und mir wurden in zwei Autos gesteckt und los ging die Fahrt. Der von mir ausgemalte naturverbundene Bergsee entpuppte sich dann als Flußströmung über eine Straße hinweg in ein Miniaturtal mit 2 Metern Tiefe. Trotzdem hatte ich an dem Nachmittag sehr viel Spaß. Mit meinen für deutsche Verhältnisse eher mäßigen Schwimmkenntnisse, bekam ich hier doch glatt den Spitznamen grüne Kröte. (Sapo Verde) Klingt auf deutsch nicht ganz so vorteilhaft, aber in diesem Fall war es wohl eher auf meine Schwimmfähigkeiten als auf mein abstoßendes Äußeres zurückzuführen. Wie mir vorher nie bewusst war, ist es hier nicht gewöhnliches Schwimmen zu können. Für diese These spricht die Tatsache, dass keines der mitgefahrenen Mädchen schwimmen konnte. Dementsprechend wurde ich dann sowohl als Abschleppdienst, als auch als Schwimmlehrer engagiert. Größere Erfolge konnte ich jedoch noch nicht aufweisen. Ich werde daran arbeiten. Nach dem Schwimmspaß gab es dann „Seviche“ (eine Art Fischsalat mit Chili, Paprika, Tomaten und Zwiebeln) mit Catsup und Salsa. Es war echt nett mit den anderen Schwimmfans um das Auto herumzustehen und Small-Talk zu betreiben. Welches semestre ich denn am syphatischsten fände? Mit wem ich mich bisher am besten verstünde? Welches Mädchen denn das Hübscheste sei? Undsoweiter… Die nächste Überraschung war wie der unübliche Flusslauf über die Straße hinweg zum eigenen Vorteil genutzt wurde. Plötzlich wurden Plaste/Plastik-Schüsseln gezückt und begonnen die Autos zu waschen.
Donnerstag sollte eigentlich eine Kontrollarbeit die ich „konzipiert“ habe für das tercer semestre sein. Da aber weder ich, noch Tere, daran gedacht haben, Kopien für die Klasse anzufertigen, hatte ich die Aufgabe morgens diese Kopien zu erstellen. Und ausgerechnet an jenem Tag, an dem ich zum ersten Mal eindeutig zur Pünktlichkeit verpflichtet gewesen wäre, verschlief ich. Und? Was tut man? Ohne die erforderten Materialien auftauchen und nicht ganz so spät sein oder lieber mit Material völlig zu spät erscheinen? Meiner Meinung nach, kam es auf die Nuance an Verspätung nicht an, also erstellte ich noch die Kopien und hastete dann zur Schule. Tere nahm es gelassen und meinte; „dann machen wir den Test halt Montag“ (also morgen).
An jenem Abend packte mich der unstillbare Drang mich zu bewegen. Ich war regelrecht fickerig und sehnte mich nach einem ordentlichen Handballtraining. Also versuchte ich möglichst viele Leute aufzutreiben, die Lust dazu hätten, eine Partie Basketball zu spielen. Das gestaltete sich ebenfalls schwieriger als ich erhofft hatte. Umzingelt von Volleyballfans konnte ich nicht viel erreichen. Es fand sich dann ein 20-Jähriger, ehemaliger Schüler. Ich konnte ihm das Wasser reichen und mich bewegen. Wir spielten ein Duell, was wir beim Punktestand von 6:8 für mich abbrachen, um einer Gruppe von jungen Frauen die Chance zu geben teilzunehmen. Inzwischen hatte es angefangen in Strömen zu regnen. Anders als ich erwartet hatte, ließ davon niemand aus der Ruhe bringen und wir spielten weiter. Der Andere (dessen Namen ich wieder mal vergessen habe) und ich gegen 5 Frauen 15:5 und dann verlor ich mit 2 anderen Frauen zusammen gegen ihn und die anderen beiden übrig gebliebenen Frauen 10:4. Ich konnte nicht mehr und kehrte heim. Mein Ehrgeiz war gestillt, aber meine Ehre gekränkt, als ich sah, dass der Rest weiter in der Nässe focht.
Freitag. Am Tage zuvor hatte ich mit Janina (einer anderen Freiwilligen mit der ich schon lange mal wieder etwas machen wollte) ausgemacht, dass sie gegen 10 nach Las Canas kommen würde. Sie kam aus Lazaro Cardenas über die Autopista. Zum Verständnis: Alle Hauptverkehrswege gibt es in 2 Varianten. Die zahlungspflichtige, sehr zügige „Autopista“ und die billige, da kostenlose, sehr kurvige, durch die Berge führende „Libre“. Bei jedem Zahlungsterminal gibt es ein orangenes Haus „Caminos y Puentes“, das mit einigen Polizisten und Büroarbeitenden die Zahlung überwachen. Außerdem gibt es Sanitäranlagen auf jeder Straßenseite an dem die Autobusse, die nicht direkt fahren, ihre Fahrgäste rausschmeißen. Nur, auf welcher Straßenseite? Das wusste ich auch nicht. Und ab 10.15 wurde ich immer nervöser. Ich rannte immer zwischen den beiden Klo-„Terminals“ hin und her, befürchtend, dass ich einen Bus übersehen habe und sie eventuell irgendwo verloren auf mich wartete. Gegen 10.45 wusste dann das Personal an der Durchlassungsstelle über meine Situation Bescheid, da ich bei Hilflosigkeit zu Mitteilungsbedürftigkeit neige. Ich versuchte Janina mit dem Bürotelefon zu erreichen, aber sie hatte kein Netz. Das machte mich stutzig. Ich war davon ausgegangen, dass ich sie in Lazaro Cardenas von wo sie nach Las Canas aufbrechen würde, erreichen würde, mit der Entschuldigung, dass sie den Bus verpasst hätte. Wenn sie jedoch kein Netz hat, muss sie schon in der Nähe von Las Canas sein. Und wenn das, warum denn dann nicht hier bei uns?! Ist sie etwas irgendwo versehentlich falsch ausgestiegen? Ich machte mir inzwischen ernsthaft Sorgen. Ein weiteres Problem war die Tatsache, dass ich gegen 12.30 zusammen mit Janina und Nora, der Naturwissenschaftslehrerin nach Morelia losfahren wollte. Ein Mexikokenner wird jetzt fragen. Warum fahrt ihr denn von Las Canas, anstatt dass du nach Lazaro fährst, dort Janina triffst und dann von dort mit ihr bequem im Autobus nach Morelia fahrt. Die Erklärung ist simpel. Wieso für 371 Pesos nach Morelia fahren, wenn man es auch für 116 haben kann? Meine Gastmutter hatte mir nämlich davon erzählt, dass sie oft, in dem Lokal, in dem sie kocht, Lastwagenfahrer bewirtet, die man problemlos um eine Mitfahrgelegenheit bitten könne. Dieses Wagnis wollten wir eingehen. Aber wie, wenn Janina nicht mal da war? In der Zwischenzeit (11.15) hatte ich an beiden Erleichterungseinrichtungen Menschen informiert, sowie am „CyP“, sodass Janina in jedem Fall von irgendwo in Empfang genommen worden wäre. Plötzlich fuhr ein junger Mann mit Siehst-du-ich-bin-schon-richtig-männlich-Oberlippenbart (so einen, wie auch ich inzwischen gruppenzwangbedingt trage) in Crux roja-Uniform in seinem Ambulanzwagen vor. Ich fühlte mich zwar nicht gut, aber derartig schlecht nun auch nicht. Dann stellte sich heraus, dass er wohl dem Büro-Telefon nicht traue und mir außerdem die Chance wollte, eine panisch-verzweifelte SMS zu schreiben. Er fuhr also mit mir aus dem Funkloch hinaus. Es lebe die mexikanische Hilfsbereitschaft! Leider in diesem Fall auch nur in der Theorie großartig. Denn auch von meinem Telefon erreichte ich niemanden. Resigniert fuhren wir zurück und er beschwichtigte mich, dass ich einfach etwas Geduld haben solle. Es könne ihr gar nichts passiert sein, weil in dieser Gegend nie etwas passiert. Ich gelangte erneut an der Pista an und setzte meine Patrouille einige Zeit fort. Nun war es übrigens 11.50. Dann sah ich plötzlich den Ambulanzwagen aus Richtung Las Canas angefahren mit einer breit grinsenden dem Beifahrerfenster hängenden, breit grinsenden Janina. Die Erleichterung und das Unverständnis nahmen sich nicht viel. Es stellte sich heraus, dass sich die Schalterdame am Busterminal in Lazaro Cardenas nicht die Mühe gemacht hat und Janina den Unterschied zwischen Libre und Autopista erklärt hat. Dementsprechend saß Janina in dem Bus, der über die Libre fuhr. Nachteil: Ich wusste es nicht und er braucht anstatt 1 ½ Std, 4 geschlagene Stunden. Vorteil: Er hält mitten im Dorf. (Der Vorteil ist in diesem Fall auch keiner, da mein Unwissen ihn negierte) Sie war also direkt im Dorf, anstatt an der Autopista 2 ½ km vom Dorf entfernt, angekommen und hatte sich zur Schule und Tere durchgefragt. Diese wiederum war mit ihr und Nora zu meinem Haus gegangen, um meinen Gastbruder, mehr ungewollte, dazu zu verpflichten, Janina zur Pista zu begleiten. Auf dem Weg dorthin hat sie dann der nette Ambulanzmann aufgesammelt. Das ist die ganze Geschichte. Ich habe Angst- und Hitzeschweiß geschwitzt, wie ihc noch nie in meinem Leben zugleich und in der Konzentration geschwitzt habe.
Nach kurzer Zeit der Regeneration und einem kurzen Snack kehrten wir zurück zur Autopista, um von dort den Tramp zu finden. Kaum saßen wir einen Viertelstunde und freuten uns über das von Gavina spendierte Papayawasser, hieß es auch schon. „Mit dem könnt ihr fahren.“ Endlich wurde mir einmal das Geheimnis gelüftet, warum LKW-Kanzeln so riesig sind. Neben 2 Sitzplätzen befindet sich eine Liege hinter den Sitzen, die Platz für 2 Leute bietet. Und da sich unsere Befürchtung, dass wir 7 Stunden brauchen würden (Die Vermutung lag nahe bei einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 35 km/h) auch in nichts aufgelöst hat, (Er muss, während wir geschlafen haben immer auf 100 erhöht haben, um den Rückstand aufzuholen.) war es die bequemste Überfahrt bisher in Mexiko. Wie hätten wir zuvor denn auch liegen können?! Wunderbar… Ich habe gut geschlafen… Außerdem hat sich ja zum Glück Nora um das Entertainement des Fahrers gekümmert. Wahrscheinlich nicht ganz freiwillig, aber wir sind Fremde, wir dürfen das… Junge, klingt das dekadent…
In Morelia an der Autopista rausgeschmissen, fanden wir uns in völliger Ödnis, mal abgesehen von einigen verrammelten Geschäften am Straßenrand. Als sich Nora nach einiger Zeit des Wartens bei einem am Straßendrand stehenden Auto samt Fahrer erkundigen wollte, wieviel wohl ein Taxi kosten möge, fuhr das Auto vor und Nora kicherte, dass er uns mitnähme. Pick-Up fahren macht echt Spaß, wenn man fähig ist, den Schmerz am Hintern zu missachten und resistent gegen windverschuldete Nackenversteifung. Aber dann ist die Fahrt großartig, der Fahrtwind berauschend, ganz zu schweigen von der Freude, die es macht, Verwirrung auf erwunkenen Gesichtern zu lesen.
Als wir in Morelia selbst ankamen, war es noch immer etwas außerhalb des Zentrums, in der von der Gastronomie-Globalisierung erschloßenen Zone. Wir gingen zu Kentucky Fried Chicken, um uns etwas zu essen zu genehmigen. So skeptisch ich der Verdrängung von Kulturgut von Fastfoodketten entgegenblicke, so schön kann es sein, etwas Essen zu gehen und vorher zu wissen, wie es schmeckt. Ein wenig „Heimat“ schmecken zu können. Das mag sehr luxusverwöhnt oder seltsam anmuten, aber wenn man immer nur Dinge, die man nicht kennt, ist ein schönes „Piece of chicken“ was ganz besonderes. Dermaßen gesättigt, suchten wir uns einen Collectivo zum Freiwilligenhaus. Etliche Leute waren schon dort im Freiwilligenhaus eingetroffen und feierten eine Abhäng-Kartenspiel-Party. Da Janina aufgrund eines tobenden Gewitters in ihrem Dorf in der vorherigen Nacht, aber sehr müde war und ich auch etwas Schlaf vertragen konnte, gingen wir bald („bald“ nach Aussage der anderen Feiernden, tatsächlich war es 00.00 Uhr) in die Waagerechte.
Kleine Vorgeschichte:
Alle Freiwilligen sind mit der Fluglinie Iberia Airlines nach Mexiko gereist. So auch Janina. Mit dem Unterschied, dass alle anderen Gefährten ihr Gepäck vollständig zurückerhielten. Sie vermisste einen Rucksack. Als wir uns erkundigten, wo er denn wäre, wurde uns gesagt, dass er binnen eines Tages von Madrid, wo er sich (angeblich) zu dem Zeitpunkt befand, nach Mexiko D.F. Geschickt werden können. Völlig erleichtert, dass er überhaupt Spuren hinterlassen hatte und man wusste, worum es sich handelte, bemerkten wir nicht wie unwahrscheinlich die Aussage der 1-Tages-Rückkehr war und gaben unverblümt und blauäugig das Hostel, in dem wir eine Nacht gastierten, als Empfangsadresse an. Natürlich war der Rucksack am nächsten Tag nicht da und auch die Hilfstelefonnummer, die uns die Iberia-Tante für den Notfall gab, war nicht funktionstüchtig. …Ich spule vor… Auch nach 3 Wochen ist der Rucksack nicht bei ihr angekommen. Doch am 20., dem letzten Samstag, bekam Janina die Nachricht, dass das Gepäckstück in Morelia am Flughafen auf sie warte. Nun aber…
Wir machten uns also auf dem Weg zum Flughafen. Als wir uns bei einer Sicherheitskraft nach dem Weg zum Flughafen erkundigten, hieß es, „Nehmt ein Taxi für 200 Pesos, eine andere Möglichkeit gibt es nicht“. Da wir aber von einem Einheimischen wussten, dass es eine Möglichkeit gäbe, mit dem Bus hinzukommen, blieben wir hartnäckig und fragten erneut. Dann gab er klein bei und schickte uns in der Halle A zu einem Schalter an dem man Tickets für 40 Pesos zum Flughafen kaufen konnte. Wir waren uns noch immer nicht sicher und riefen unseren morelianischen Kontaktmann Uriel an, der uns sagte, dass man in der Halle B Tickets für den Bus nach Zinapecuaro kaufen könne und sich in der Nähe des FH rausschmeißen lassen könne. Nun denn… Eine etwas andere Auskunft als die, die wir vor Ort erhielten. Frechheit! Wir zahlten dann letztendlich 16 Pesos pro Kopf, fanden uns aber auch nicht am FH wieder, sondern an einem Oxxo-Markt, der noch ca 3 km vom Flughafen entfernt war. Wir erkundigten uns nochmals in welche Richtung wir laufen mussten, lagerten unsere Gepäckstücke im Oxxo und liefen los. Janina war sich sicher die Mitarbeiter richtig verstanden zu haben. Ich war etwas verwundert, dass wir plötzlich mitten in ein Feld hineinliefen, direkt auf einen Bauernhof zu, aber ich vertraute ihrem Hörverstehen. Als sie zwischenzeitlich den Kopf wendete und sich umsah, fragte sie, ob ich denn wisse, warum die beiden roten Männchen/Frauchen am Ende des Weges wild gestikulierten und auf- und abhopsten. Ich schaute sie nur verständnislos und entgeistert an. Soviel zum Thema Hörverstehen… Da verlässt man sich einmal… Nicht zu glauben. Dementsprechend missbilligend auf meiner und grienend, lachend, grinsend, kringelnd auf ihrer Seite war der Rückweg zu den netten roten Oxxinas. „Da geht’s lang“ hieß es nur schmunzelnd und wir folgten diesmal wirklich ihrem Fingerzeig. Es war ziemlich heiß, trotz der Innländigkeit Morelias. Und obwohl wir die Hitze aus unseren Dörfern eigentlich gewöhnt sein müssten, ließ sie uns nicht kalt. Gar nicht auszudenken, wie es ohne die Aufbewahrungsmöglichkeit im Oxxo geworden wäre. Endlich kamen wir am Flughafen an, der aussah wie an einem Feiertag. Es hielten sich ca 4 Kunden und 10 „arbeitende“ Menschen dort auf. Zum Glück schien aber der Schalter der für Gepäckaufbewahrung zuständig war, weitestgehend besetzt zu sein. 1 Mann stand dort wartend. Janina zückte also ihren Gepäckschein und händigte ihn (unterschwellig zitternd) aus. Minuten vergingen, in denen man Sortieren und Kramen aus einem Hinterraum hörte. Uns verging nach und nach immer mehr der Mut. Leider lagen wir auch eher richtig als falsch mit unserer Mutlosigkeit. Als er zurückkehrte schmückte kein Rucksack seine Hände. Er gestand uns, dass der Rucksack zwar da gewesen sei, aber da ihn nach einer Woche noch niemand abgeholt hatte, wieder zurück nach Mexiko Stadt zurück geschickt worden wäre. Resignation auf der ganzen Linie. Wie unfähig kann man als Reiseunternehmen eigentlich sein und es nicht schaffen binnen fast einem Monat einen Rucksack seinem Besitzer zurückzuführen und nicht einmal zum Zeitpunkt des Eintreffens (sondern 5 Tage später) den Besitzer davon zu unterrichten. Hätte Janina die Nachricht früher erhalten, hätte sie problemlos auch früher am FH auftauchen können. So jedoch hat sie verständlicherweise keinerlei Sinn hinter der Hetze gesehen. Verdammte Fluglinie! Pinche Iberia! Außerdem erzählte uns der sehr hilfsbereite Mensch hinter dem Schalter, dass Iberia dazu verpflichtet sei, Janina in irgendeiner Weise zu entschädigen und sprach sogar davon, dass es schon am ersten Tage 25 Dollar hätten sein müssen. Wer kann denn sowas ahnen? Die Freude über die Existenz des Rucksack in den Daten Iberias war größer als die Skepsis ob der Entschädigungsumstände oder Kundenrechte. Ich bin jetzt sehr gespannt, wie sich das entwickelt und ob unsere Reisebürokomplizin von Titanic Reisen in Berlin oder Alberto, unser Organisationsvorstand und für uns Zuständige auf mexikanischer Seite, in diesem Fall etwas ausrichten können.
Nach der Odyssee nisteten wir uns erneut im Hostel ein und verbrachten den Tag mit Abhängen. Nachmittags habe ich eine Stunde lang mit Verwandten geklönt. Es war echt schön einmal vertraute Stimmen so nah bei mir zu hören. So nett und freundlich die Menschen und so nahe mir einige der anderen Freiwilligen stehen. Blut ist dicker als Wasser und die Familie kennt man sein ganzes Leben. Abends gab es dann noch einen Film, etwas Nettes zu essen. Doch dann die Nacht. Es war schrecklich. Zuerst fraßen mich die Mücken auf wie selten seit meinem Aufenthalt. Und die mexikanischen Mücken lieben Füsse! Auf allen zehn Zehen habe ich bestimmt (samt Fuessen) dreissig Stiche. Noch dazu, also quasi ausserdem war mir warm und kalt zugleich. Ich wälzte mich von einer Seite zur Nächsten. Und es sollte noch schlimmer kommen. Plötzlich schüttelte mich ein Würgreiz. Schnell hastete ich zur Toilette. Erst nach mehrmaligem Erbrechen beruhigte sich mein Körpern. Zitternd sank ich auf die Kloschüssel. Nun plagte mich auch die rektale Ausscheidungsart, in Form von starkem Durchfall. Ich fühlte mich grausam. Schwach stolperte ich ins Zimmer zurück und kramte nach meiner Zahnbürste. Nach dem Zähneputzen fühlte ich mich etwas besser und legte mich schweißfeucht wieder in die Kissen. Kurze Zeit später fand ich mich erneut im Bad über dem Klosett. Erst nach 2 weiteren Entleerungen meiner Galle und meines Darms (Verzeiht mir die genaue Beschreibung… Ich hoffe es ist nicht zu anstößig, aber ich möchte auch kein Blatt vor den Mund nehmen) ließ mich mein Abwehrsystem ein wenig ruhen. Am schlimmsten ist das Gefühl würgen zu müssen, aber zu wissen, dass man vollkommen entleert ist und deshalb nur den Schmerz des Zusammenziehens von Muskeln, die ins Leere greifen, zu spüren.
Der Morgen war entsprechend unangenehm. Zum Glück traf ich bei (ihrem) Frühstück, meins fiel ja erklärlicherweise aus, eine Dreiergruppe von Tschechen, die mir dann eine Kohletablette einflößten (bei meinem Bewusstsein übrigens
), die schnell Wirkung zeigte. Trotzdem habe ich vorsichtshalber diesen Tag, gestern, nur Wasser, Tee und Zwieback (Pan Tostado) zu mir genommen. Ich wünsche euch niemals Ähnliches.
Gestern Nacht gegen halb9 kam ich dann wieder an der Autopista, 2km von „meinem“ Dorf entfernt, an. Ich hoffte, an den Tiendas noch einen Mitbürger anzutreffen, der mich vielleicht zurück ins Dorf mitnehmen könne. Fehlanzeige. Der Gedanke an 2 Kilometer Schnellstraße im Dunkeln laufend, ließ mich schaudern, aber was blieb mir anderes übrig. Ich hatte ja meine Musik. Als ich dann bei der Durchfahrtkontrolle ankam, wurde ich nett von dem Polizisten begrüßt, der mir am Freitag zuvor so tat- und ratkräftig bei der Suche von „J“ zur Seite gestanden hat. Vorsichtig merkte ich an, dass ich keine Lust hätte zu laufen, machte mir aber trotzdem auf den Weg. Nach 10 Metern hörte ich einen Pfiff und sah eine der Frauen von zuvor in ihr Auto steigen. Glück gehabt… (Schisser!) Als ich dann endlich in meinem Haus ankam, wurde ich von meiner Gastfamilie begrüßt und mein Befinden wurde gleich mithilfe eines frisch aufgebrühten (mit Kraut aus dem nachbargarten) Tees multipliziert. Dann kamen urplötzlich drei Jugendlich ins Haus. Einen von ihnen kannte ich bereits vom Basketballspiel. Die anderen waren mir unbekannt. Dann wurde mir der eine von Ihnen als (Brust-vor-Stolz-schwellen-lassender) studierender Sohn vorgestellt. Er war mir von Anfang an symphatisch. Die folgenden 4 Stunden diskutierten wir über Sprachen wie Japanisch (schwer und interessant vom Klang → Animes vorgespielt mit englischen Untertiteln in japanischer Sprache), Deutsch (hat sowohl ähnliche Wörter mit dem Englisch als auch mit dem Spanisch und hat insgesamt einen recht harten Klang), Russisch (viele tsch- und k- Laute). Außerdem über die Stellung der Frau in ;exiko und Deutschland. Warum die Deutschen so wenig Kinder haben? Welche Vorurteile man über Deutsche hat… Sehr interessant und ich denke, dass wir in unseren Gesprächen sehr viel voneinander lernen können. Er meinte er hätte riesigen Respekt vor mir habe, da er selbst nach 2 Wochen Morelia, wo er studiert, Sehnsucht nach Mamita hat und zurückkehren muss. Wie kann ich es denn dann aushalten wollen, ein Jahr weg zu sein? Ich konnte es ihm nicht erklären, aber das es irgendwann mit Grenzen testen und Strapazierfähigkeit auf die Probe stellen. Außerdem will ich wissen, was ich kann. All dies leuchtete ihm zwar ein, aber verstehen konnte er es glaub ich trotzdem nur bedingt. Sein Traum ist es, in Europa zu arbeiten, da er meint, dass Mexiko nichts in die Welt transportiert hat. Und das, was Mexiko kann (Feiern, Handarbeit, Trinken, Kochen) ist nur als Kulturgut im Land selbst zu erleben. Mein Spanischverständnis wächst…
Danke für die ewiglange Aufmerksamkeit… Den heutigen Montag spare ich mir in Details…
Kurz: Arbeit geschrieben… Die Schüler des tercer semestre scheitern ziemlich, obwohl wir das Thema seit 3 Wochen machen. Ich freue mich auf die Punkteverteilungsherausforderung. Das primer semestre raubt mir erneut den Nerv und die Quinto erfinden Geburtstage, um mich Mädchen „beso“n zu lassen.
Also… Küsschen!
(5030 Wörter)









































