Nun sind es noch 8 Tage. Gestern waren es noch 9 Tage. Logisch, nicht wahr? Aber gestern war außerdem meine Abschiedsfete. Ich habe einiges gelernt: Es ist immer schwierig verschiedene Cliquen auf einer Fete zu vermischen. Es bilden sich eh wieder Grüppchen, die sich eindeutig in gewohnten Mustern formieren.
Außerdem ist es eigenartig Gastgeber zu sein, weil du überall zugleich sein willst, um auch allen das Gefühl zu geben, dass du sich um sie kümmerst und natürlich auch um mit ihnen Zeit zu verbringen. Dieses Gefühl ist mitunter sehr eigenartig, aber trotzdem will ich es nicht missen, weil auf der anderen Seite das Gefühl steht, zu jedem Grüppchen gehen zu können und sich wohl zu fühlen. Das macht es wieder wett.
Nun zu den Fakten.
Es wurde relativ wenig getrunken. Es sind viele nicht gekommen, die zugesagt haben. Ich sind wenige gekommen, die nicht zugesagt haben. Es haben wenige an die Fotos gedacht, um die ich aus Erinnerungszwecken gebeten hatte. Es war trotzdem toll.
Es war eine gelungene Veranstaltung, weil ich mich zwischen den Menschen, die mir was bedeuten, wohl gefühlt habe. Aber ohne Wehmut geht man wahrscheinlich selten aus einer Abschiedsfete. Wie heißt es doch poetisch? Das ist mein Wermutstropfen. Der Wermutstropfen, der dem wohlschmeckenden Getränk „Abenteuer Mexiko“ eine gewisse Bitterkeit verleiht. Menschen hierzulassen. Viele haben mich darauf hingewiesen, dass ich dort sicher auch Menschen kennenlernen werde, die mir was bedeuten. Und vielleicht ist es das, was mich erneut zwiespältig fühlen lässt. Freude, angesichts der neuen Bekanntschaften und die Angst, dass dies auf Kosten der bereits geschätzten Freunde geschehen könnte. Zumal mir aufgefallen ist, dass es gut sein kann, dass ich einige gar nicht wieder sehe. Wenn ich aus Mexiko wieder da bin, sind Abi ‘09er vielleicht schon im Ausland und wenn sie wieder kommen, bin ich schon wieder woanders studieren. Aber wahrscheinlich sollte ich mir nicht darüber Gedanken machen, was in 2 Jahren sein wird, sondern vorerst die nächsten Wochen fixieren.
Noch 8 Tage. 8 Tage bis einige Ungewissheiten nach Konfrontation schreien. Ich fühle mich sehr durcheinander und weiß nicht genau mit meinen verschiedenen Gefühlen umzugehen. Es geht mir alles irgendwie etwas zu schnell. Aber da ich weiß, dass viele mich beneiden, sollte ich mich wahrscheinlich lieber Glücklichkeit einreden. Auf der anderen Seite haben sie gut reden, weil ich es bin, der sich in kaltes Wasser wagen muss und sie weiterhin im warmen Wasser der Gewohnheit schwimmen dürfen/müssen. Jedes Problem birgt eine Chance, aber jede Chance ein Risiko.
(Anmerkung des Autors: 7 Tage inzwischen) Nach einem Tag des Blog ruhen lassens, weiß ich nun nicht mehr, was ich gestern habe sagen wollen, aber ich hoffe man verzeiht es mir in diesen bewegten Stunden.
Daraus lerne ich zumindest, dass man einen Blogeintrag in einem Rutsch schreiben und veröffentlichen sollte.
Ich bin gerade dabei Klamotten, die ich mitnehmen möchte, zu sortieren und auszulegen. Dabei höre ich Rage, Symphony X und My Chemical Romance. So packt es sich eindeutig leichter als bei beispielsweise James Blunt und Xavier Naidoo. Naja, ist wahrscheinlich Anssichtssache.
Wie dem auch sei. Ich packe jetzt weiter…
Bis demnächst, herzliche Grüße an alle Lesenden und ein fröhliches „Yippie-ya-yeah-7-Tage!“