Ging das nicht irgendwie anders? Naja… Ihr wisst sicher was ich meine… Wer einmal intensiv mit Sport anfängt, kann nicht wieder aufhören. Man geht quasi einen Pakt mit dem Sportsgeist ein, der einen zwingt sich immer wieder halb tot zu bewegen. So auch heute mit mir. Obwohl wegen etlicher, mehr oder weniger widriger, Umstände (Rock-am-Ring, zweites Mexiko-Pflicht-Vorbereitungsseminar in Hemeln, eigene Auftritte) zwei (oder waren es drei? Zeitgefühl adé… :( ) Wochen kein Sport gemacht, stürzte ich mich heute ohne Rücksicht auf Verluste in das Handballtraining.

Angefangen hat es mit guten 15 Minuten Fußball. (Hehe… Handballer spielen Fußball zum Aufwärmen… Was das wohl über den Konzentrationsunterschied aussagt… ? ^^) Angespornt durch die guten Leistungen unseres Nationalteams wollte ich auch mal auf die Pauke hauen. Dies gelang mir mäßig. Ich fand eine ausgewogene Balance zwischen großartigen Flanken und akzeptablen Dribblings und miserablen Torschüssen und Beineverheddern hoch drei.

Im Anschluss an das Aufwärmen begann das Einwerfen der Torhüter. Da ich einer dieser seltenen Idioten bin, die sich freiwillig abwerfen lassen, hatte auch ich das Vergnügen wieder einmal gerötete Arme bewundern zu können. Also war Fröhliches-Körperteile-in-den Weg-halten angesagt. Ebenso beim anschließenden Spielchen Spieler gegen Torwart. Wer als erstes 10 Punkte verliert, darf pumpen. Ich hab gewonnen. Dieses Erfolgerlebnis erinnerte mich daran wie schön es sein kann, Torwart zu sein. Wenn du nicht hältst, ists in Ordnung, weil es keiner ernsthaft erwartet, aber wenn du doch hältst, bist du der Hält… äh… Held. (Da müsste ich mich ja eigentlich für schämen… Aber die meisten werden das eh schon von mir kennen. Schlechte Wortspiele sind wunderbar.) Schlußendlich beim End-Spiel 4:4 machte ich aber wieder keine gute Figur. Naja… Auch beim Handball gibt es ein ewiges Auf-und-Ab.

Wie dem auch sei. Worauf ich eigentlich den Schwerpunkt dieses Blogs legen wollte, ist das mir selbst auferlegte Ziel, jeden Tag eine Moment richtig zu genießen, sodass man abends im Bett nicht das Gefühl hat, zugeben zu müssen, dass es ein verschwendeter Tag war. Oft genug geht es mir leider nämlich so, dass ich den gesamten am Pc sitzend verbringe und wirklich effektiv nichts tue. Während man so seine Zeit vertreibt, sieht man nichts Verwerfliches daran, weil es irgendwie ja schon ganz nett ist, aber im Nachhinein fragt man sich nahezu immer, warum man denn die Zeit nicht besser nutzte. Und deshalb bin ich heute außerordentlich erfüllt, dass ich diesen Moment hatte. Zu einigen dieser Momente, die einen jedes Mal wieder sättigen, gehört es, mit einem kühlen Oettinger Radler (Schmeckt besser, als es klingt…) in der Hallenkabine zu sitzen und auszudünsten. Man spürt jeden einzelnen Muskel und weiß, dass der nächste Tag vielleicht nicht ganz schmerzfrei sein wird, aber ist trotzdem glücklich. Und dann die Dusche… *seufz* Wohlfühlen pur…

Naja… Womöglich liegen Endorphine und Adrenaline ergebnistechnisch nicht weit auseinander. Denn gewollte Anstrengung führt meist auch zu Wohlempfinden.

Also… Macht Sport und genießt die Anstrengung; das Gefühl danach wird euch entlohnen.

(Aber gebt bloß nicht mir die Schuld, wenn es doch nicht klappen sollte…)

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